10. Mai 2013. Als großen Vordenker und Verfechter der Erneuerbaren Energien hat Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen den früheren Leiter des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Prof. Dr. Jürgen Schmid, gewürdigt. Der renommierte Wissenschaftler ist in der Nacht zu Montag im Alter von 68 Jahren verstorben.
„Prof. Dr. Schmid hat mit seinem Wissen maßgeblichen Anteil daran, dass die Region Kassel zu einer Modellregion für erneuerbare Energien geworden ist“, sagte der Oberbürgermeister. Schmid habe seine Vision für eine nachhaltige Energieversorgung auf der Grundlage von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien in beeindruckender Weise vorangetrieben.
In den 70-er Jahren am Kernforschungszentrum Karlsruhe tätig, habe Schmid schon frühzeitig erkannt, wie dringend notwendig es ist, alternative Energiequellen zu erschließen. 1995 führte ihn sein beruflicher Weg nach Kassel: Er folgte dem Ruf der Universität Kassel und trat die Professur für Rationelle Energieumwandlung an. 1998 wurde er Vorstandsvorsitzender des Instituts für Solare Energieversorgungstechnik ISET. In seiner Kasseler Zeit baute Schmid das ISET von rund 130 auf über 360 Mitarbeiter mit einem Jahresbudget von rund 20 Millionen Euro aus. Das Institut ging 2009 unter dem Namen IWES in die Fraunhofer-Gesellschaft über. Die Leitung des IWES gab Schmid 2012 nach 14 Jahren ab.
Sein großes Renommee unterstreicht, dass Schmid von 2004 bis 2013 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung war. „Bei vielen, auch außerhalb der Wissenschaft, hat er ein Bewusstsein für die energiepolitischen Notwendigkeiten erzeugt. Seine Begeisterung und sein fundiertes Wissen haben andere inspiriert, sich ebenfalls für die Erneuerbaren Energien einzusetzen“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen.
Als Forschungs- und Wirtschaftsstandort habe die Bundesrepublik vom Lebenswerk Prof. Dr. Jürgen Schmids im Zeichen der anstehenden Energiewende enorm profitiert - und dies gelte ganz besonders für Kassel, hob der Oberbürgermeister hervor: „Den von ihm eingeschlagenen Weg werden wir weitergehen und seine Verdienste nicht vergessen.“
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