14. Juni 2013.
Deutschlands erstes Hitzetelefon geht bereits in die vierte Runde. Rechtzeitig zur ersten Hitzewelle rufen Mitglieder des Seniorenbeirates und Diakonissen alte und pflegebedürftige Menschen zuhause an und informieren über die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Ziel ist es, Senioren an heißen Tagen vor gesundheitlichem Schaden zu schützen. Denn extreme Hitze birgt besondere gesundheitliche Gefahren. „Vor allem der rasche Temperaturumschwung ist für alte und kranke Menschen besonders belastend, da der Körper sich nicht schnell genug an die hohen Temperaturen anpassen kann“, erläutert Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes. Aber auch lang anhaltende hohe Temperaturen seien gefährlich. Außerdem würde gerade bei einem so kalten Frühsommer wie in diesem Jahr das Risiko durch Hitze häufig unterschätzt, betont Markus Heckenhahn, der im Gesundheitsamt das Hitzetelefon koordiniert. „Jeder wünscht sich ein paar Sonnenstrahlen und wenn die Sonne dann mit Macht kommt, übersieht man schnell deren Gefahr“. In den vergangenen drei Jahren haben Diakonissen und Mitglieder des Seniorenbeirates dafür gesorgt, dass Menschen, die sich bei dem kostenlosen Anrufservice registrieren ließen, bei Hitzewarnungen frühzeitig angerufen wurden. Bei einem solchen Telefongespräch werden auch Tipps gegeben, wie man sich vor der Hitze schützen kann. Gut angekommen ist der ehrenamtliche Service nicht nur in Kassel, er hat auch bundesweit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Unterstützung des Gesundheitsamtes geht er nun in die nächste Runde. Wer sich beim Hitzetelefon angemeldet hat, erhält bei jeder Hitzewarnung für Kassel einen persönlichen Anruf. Der Service ist vom 15. Juni bis zum 31. August aktiv. Das Telefon klingt an besonders heißen Tagen bei den Teilnehmern in der Regel zwischen 8:30 und 12 Uhr vormittags. Das Hitzetelefon Sonnenschirm war im Rahmen des Klimaanpassungsnetzwerks für die Modellregion Nordhessen (Klimzug-Nordhessen) entstanden und wird nach dessen Abschluss Ende des Monats vom Seniorenbeirat, dem Diakonissenhaus Kassel und dem Gesundheitsamt weitergeführt. Wer mehr über den kostenlosen Telefondienst erfahren möchte, kann sich auf der Internetseite des Gesundheitsamtes den Informationsfilm zum Projekt ansehen oder sich direkt bei Ulrike Trapp anmelden: Tel.: 1002 48 30.
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