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Erfolgreiches Projekt wird dauerhaft verankert: „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ geht in Regelbetrieb des Jugendamtes

18. Dezember 2013. Das erfolgreiche Projekt „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ wird als dauerhaftes Angebot im Kasseler Jugendamt verankert. Ziel des Angebots ist es, junge Menschen, die ihren Schulabschluss durch Schulverweigerung gefährden, in das Schulsystem zurückzuführen oder ihnen andere Perspektiven zu bieten. Die Aufgabe werde ab 1. Januar 2014 in den Regelbetrieb der Abteilung Erziehungshilfen Auguste Förster des Jugendamtes übernommen. Das hat der Magistrat der Stadt Kassel jetzt entschieden, teilte Schul- und Jugenddezernentin Anne Janz mit.

Ausschlaggebend für die Übernahme des bisherigen Bundesprojekts in den städtischen Regelbetrieb sei vor allem die sehr hohe Erfolgsquote in Kassel, erklärte Stadträtin Janz weite. Seit Projektbeginn im Januar 2009 nutzen 146 schulmüde Kasseler Kinder und Jugendliche die 2. Chance. Sie wurden erfolgreich in ihre Schulen reintegriert. Janz: „Die Erfolgsquote in Kassel liegt bei 95 Prozent und damit weit über dem Bundesdurchschnitt, der bei etwa 75 Prozent liegt.“

Die „2.Chance“ bietet eine Reihe unterschiedlicher Unterstützungsmaßnahmen, die flexibel eingesetzt werden: Erziehungsberatung, schulische Förderung, Einzelberatung, Praktika bei JAFKA, Freizeitaktivitäten und anderes mehr. Zentrales Merkmal der Hilfe ist aber immer eine möglichst enge Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin. Die Hilfe dauert bis zu anderthalb Jahren. Danach ist eine Nachbetreuung möglich.

Die Gründe für eine schulverweigernde Haltung bei Kinder und Jugendlichen können sehr vielfältig sein: Familiäre Belastungen, schwierige Konfliktsituationen in der Schule (z.B. Mobbing), Über- oder Unterforderung, Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, Schwierigkeiten durch einen Migrationshintergrund. Diese Merkmale sind jeweils individuell unterschiedlich stark ausgeprägt und treten häufig in Mischformen auf.

Schulverweigerung hat aber immer Auswirkungen auf die Familie. Die betroffenen Eltern versuchen oftmals ihr Bestes, damit ihre Kinder regelmäßig in die Schule gehen. Wenn ihre Bemühungen nicht zum Erfolg führen, ist das Familienleben meist stark belastet. Sprachlosigkeit und gegenseitiges Unverständnis ist dann in den betroffenen Familien ein häufiges Problem. In dieser Situation versucht die 2. Chance sowohl den Eltern als auch den Kindern beziehungsweise Jugendlichen, Hilfe anzubieten. Manchmal wenden sich Eltern direkt an das Jugendamt. Der erste Kontakt zu dem Schüler oder der Schülerin sowie deren Eltern kommt aber meist über die jeweilige Schule zustande.

Hintergrund: „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ startete als Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 1. Januar 2009 auch in Kassel. Es endet am 31. Dezember 2013. Von Beginn an ist die Abteilung Erziehungshilfen Auguste Förster im Jugendamt damit betraut.



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