01. Oktober 2014. Zum jüdischen Neujahrsfest spricht Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde in Kassel im Namen der Kasseler Bürgerschaft alle guten Wünsche aus. Rosh Hashana wird am ersten und zweiten Tag des hebräischen Monats Tischre begangen. Wörtlich übersetzt heißt es „Kopf des Jahres“, also Jahresbeginn. In der Regel fällt dieser zweitägige Feiertag auf das Ende des Septembers oder auf Anfang Oktober.
Kassels Oberbürgermeister Hilgen grüßt alle Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens mit dem traditionellen Segensspruch: Leschana towa tikatev wetichatem. Übersetzt heißt dies: Mögest Du für ein gutes Jahr eingeschrieben gesiegelt sein. Die Aufmerksamkeit für und der respektvolle Umgang mit hohen religiösen Feiertagen aller Glaubensrichtungen ist wichtiger Bestandteil eines toleranten und weltoffenen stadtgesellschaftlichen Miteinanders, erklärt der Oberbürgermeister. Hilgen: „Häufig wissen wir allerdings noch viel zu wenig voneinander, obwohl die großen religiös geprägten Feste das soziale und kulturelle Leben der Menschen ganz maßgeblich mitprägen“.
Der jüdischen Tradition zufolge wird am Rosh Hashana der Schöpfung des Universums und der Herrschaft Gottes über die Welt gedacht. Es ist der Jahrestag der Erschaffung von Adam und Eva. Mit ihnen begann die Verwirklichung der Menschheit in Gottes Welt. An diesen Tagen lässt man das Jahr noch einmal Revue passieren, erinnert sich an das Schöne und Gute, aber auch an Trauriges. So freut man sich beispielsweise über neugeborenes Leben und die Zukunft frisch vermählter Paare, gedenkt aber auch der Verstorbenen. Zudem schaut man auf die eigenen Taten zurück. Da auch Gott auf das Handeln jedes Einzelnen blickt, darüber urteilt und dementsprechend den Verlauf von Glück und Unglück für das kommende Jahr bestimmt, ist Rosh Hashanah ein Fest, dem Juden eine wichtige und besondere Bedeutung geben.
„Die Vielfalt der Religionen und ihrer kulturellen Traditionen ist eine Bereicherung“, sagt Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Deshalb wünsche ich mir sehr, dass wir einander noch besser kennenlernen. Dass wir Unterschiede wahrnehmen, vor allem aber auch Verbindendes entdecken – ganz im Sinne der gerade zu Ende gegangenen Interkulturellen Woche, die unter dem Motto stand: Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.“
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