15. Oktober 2014. Die Stadt Kassel fördert die Ausbildung von lizensierten Übungsleitern in Sportvereinen seit dem Sommer besonders: Statt wie bisher mit 75 Euro wird die Ausbildung von Übungsleitern mit 150 Euro bezuschusst. „Vielen Vereinen fehlen ausgebildete Übungsleiter“, erklärt Kassels Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser. „Mit dem erhöhten Zuschuss wollen wir den Vereinen helfen, qualifizierte Übungsleiter auszubilden.“ Die erhöhte Ausbildungsförderung gilt ebenso für Übungsleiter von Migrationsprojekten und bei Stützpunktvereinen. Interessierte Vereine können sich an das Sportamt der Stadt Kassel wenden: Karsten Schwartz, 0561 / 787 – 5271.
„Kassel ist eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt“, erklärt Sportdezernent Kaiser. „Wir machen bereits viel, damit die Menschen in Kassel durch Sport oder andere Bewegungsaktivitäten etwas für ihre Gesundheit und Erholung tuen können.“ In Kassel gibt es mehr als 200 Sportanlagen - vom Gymnastikraum, über Tennis- und Fußballkleinspielfeld bis hin zum Hallenbad und Dreifelder-Sporthallen. „Während andere deutsche Städte für die Hallennutzung Gebühren von den Vereinen erheben, ist die Nutzung städtischer Sporthallen in Kassel für die Vereine kostenlos“, erklärt Kaiser. Gleiches gilt für die städtischen Sportplätze – mit Ausnahme des Auestadions. Die städtische Turn- und Sporthallen werden jährlich etwa 160.000 Stunden genutzt, die Sportplätze zirka 42.000 Stunden.
Die Stadt fördere die etwa 180 Sportvereine in Kassel darüber hinaus zum Beispiel durch Zuschüsse in Höhe von zwölf Euro pro Jahr und Kind/Jugendlichem, das Vereinsmitglied ist. „Auch das ist in anderen Städte alles andere als üblich“, erklärt Kaiser.
Weitere Beispiele, wie die Stadt den Sport fördert, sind etwa Zuschüsse für nationale und internationale Wettkämpfe in Kassel, für Vereinsjubiläen sowie für die Unterhaltung von vereinseigenen Sportstätten. Alles zusammen umfasste die Sportförderung im Jahr 2013 eine Summe von etwa 413.000 Euro – die indirekte Förderung durch die kostenlose Hallen- und Sportplatznutzung nicht einberechnet.
Im kommenden Jahr wird die Stadt Kassel etwas mehr als eine Million Euro in die Sportstätten investieren, unter anderem für die Sanierung von Sporthallen und den Bau eines Kunstrasenplatzes. Darüber hinaus unterstützt die Stadt den vereinseigenen Sportstättenbau mit jährlich 52.000 Euro.
Um den Sport zu fördern, ist aber nicht immer Geld erforderlich. Eine große Priorität hat nach Ansicht der Interessenvertreter aus dem Sport, neue Räume für Sport- und Bewegungsangebote zu schaffen, beziehungsweise die vorhandenen Hallenzeiten besser zu nutzen. Auch hier war die Stadt aktiv: „Unser Sportamt hat bereits einen transparenten Hallenbelegungsplan ins Internet gestellt“, erklärt Sportdezernent Kaiser. So könne jeder Verein sehen, wann in welcher Sporthalle Zeiten frei sind, um dann dort ein Sportangebot zu organisieren. Um die Hallennutzung zu optimieren und Leerstände zu minimieren, kontrolliert das Sportamt, ob die Hallenzeiten von den Vereinen und Schulen tatsächlich so genutzt werden, wie dies die Regeln – etwa zur Mindesteilnehmerzahl – vorsehen.
Und auch das Sportportal im Internet trägt dazu bei, die Sportvereine und ihre Arbeit zu unterstützen. In dem Portal finden Interessierte allerhand Informationen rund um das Thema Sport in Kassel. Zu finden ist das Sportportal unter www.sport-in-kassel.de
Hintergrund
Kassel ist eine sportliche Stadt mit etwa 180 Sportvereinen. Etwa 63 Prozent der Kasseler Bürgerinnen und Bürger sind regelmäßig körperlich oder sportlich aktiv. Kassel besitzt eine heterogene Sportvereinslandschaft mit einer starken Stellung kleinster und kleiner Vereine (73,6% der Vereine haben bis zu 300 Mitglieder).
Die Stadt Kassel hat einen Sportentwicklungsplan erstellt. Beteiligt daran waren Interessenvertreter aus Sport, Vereinen und Verbänden, Schulen und Kindertagesstätten. Mit dem erstmals in Kassel erstellten Sportentwicklungsplan wurden im vergangenen Jahr die Weichen für die Zukunft des Sports in Kassel gestellt. Für den Sportentwicklungsplan hat das Stuttgarter Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) auch eine Studie über das Sportverhalten der Kasseler Bevölkerung sowie das Sportleben in den Vereinen erstellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Internet unter www.sport-in-kassel.de über die Navigation Sportamt/Kommunale Sportentwicklungsplanung.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.