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Zahl der Flüchtlinge steigt weiter - Stadt Kassel nimmt zusätzliche Gemeinschaftsunterkünfte in Betrieb

14. Oktober 2014. Die Zahl der in Deutschland Schutz und Asyl suchenden Flüchtlinge steigt weiter: Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres wird die Stadt Kassel voraussichtlich mehr als 300 Asylbewerber aufnehmen müssen. Da die vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten fast erschöpft sind, werden in den nächsten Monaten weitere Gemeinschaftsunterkünfte in Betrieb genommen.

Im Schwesternwohnheim des ehemaligen Kinderkrankenhauses Park Schönfeld werden bis zu 150 Asylbewerber wohnen, in einem Gebäude der ehemaligen Graf-Haeseler-Kaserne ist Platz für 195 Menschen. Die Gemeinschaftsunterkunft im Schwesternwohnheim soll zum 1. Dezember in Betrieb gehen, die Unterkunft in der Graf-Haeseler-Kaserne ab 1. April 2015. Zusätzlich werden zwei kleinere Unterkünfte eingerichtet: in der Kurhausstraße für bis zu 20 Personen (ab 1. November) und im Wahlebachweg für bis zu 18 Personen (ab 1. Februar). Bei beiden Gebäuden handelt es sich um Mehrfamilienhäuser, die der Stadt von den Eigentümern angeboten wurden.

„Für die dezentrale Unterbringung im Stadtgebiet gibt es eine hohe Akzeptanz bei den Kasseler Bürgerinnen und Bürger“, stellt Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel als zuständiger Sozialdezernent fest. Fast die Hälfte der derzeit 682 Asylbewerber in Kassel lebt in Wohnungen. „Wohnungen zu vermitteln wird aufgrund des begrenzten Angebots geeigneter Wohnungen aber immer schwerer“, erklärt Dr. Barthel. Außerdem ist es für die Integration der Asylbewerber in die Gesellschaft auch sinnvoll, sie vorübergehend in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. Denn dort können sie zielgerichtet beraten werden.

Auch mit den neuen Unterkünften wird an der dezentralen Unterbringung der Asylbewerber festgehalten, betont Stadtkämmerer Dr. Barthel. Gemeinschaftsunterkünfte gibt es dann in den Stadtteilen Bad Wilhelmshöhe (2), Harleshausen (2), Südstadt (1), Wehlheiden (1), Niederzwehren (1) und Forstfeld (2).

Die Aufnahmekapazität in den vorhandenen Gemeinschaftsunterkünften ist bis auf wenige Plätze erschöpft. Derzeit stehen nur noch 53 Plätze zur Verfügung. Nach den vom Land festgelegten Zuweisungszahlen müsste die Stadt bis zum Jahresende allerdings noch knapp 130 Asylbewerber aufnehmen. Vor diesem Hintergrund wird der Betrieb der Gemeinschaftsunterkunft im Druseltal über die bisherige Laufzeit hinaus verlängert. Auch die frühere Heinrich-Steul-Schule soll weiter als Unterkunft für bis zu 130 Flüchtlinge genutzt werden. Dr. Barthel: „Durch die neuen Unterkünfte und indem wir die Heinrich-Steul-Schule weiter nutzen, können wir vorerst darauf verzichten eine Asylbewerberunterkunft aus Wohncontainern in der Bunsenstraße zu bauen.“ In der Heinrich-Steul-Schule sollen die provisorischen Duschcontainer durch fest eingebaute Duschen und Bäder ersetzt werden. Zudem plant der Betreiber der Unterkunft, auf dem früheren Schulhof ein Gebäude mit Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsräumen zu bauen. Die soziale Beratung der Asylbewerber soll auch in den neuen Unterkünften vom Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. übernommen werden.

Hintergrund

Seit dem Jahr 2012 steigt die Zahl der Flüchtlinge aus Krisengebieten erheblich an. Derzeit leben in Kassel 682 Asylbewerber. Vor einem Jahr waren es noch 420. Auch 2015 wird sich die Zahl der den Kommunen zugewiesenen Flüchtlinge weiter erhöhen. Der Stadt Kassel wurden vom Land Hessen in den vergangenen Jahren folgende Flüchtlinge zugewiesen:

2012 = 212 Menschen

2013 = 243 Menschen

2014 = 444 Menschen

2015 = 675 Menschen*

*Die genauen Zahlen errechnet das Land erst im Januar 2015.



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