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Oberbürgermeister Bertram Hilgen: Kassel soll sich für das Jahr 2025 als Kulturhauptstadt Europas bewerben

17. Januar 2015. Kassel (psk). Kassel soll sich für das Jahr 2025 als Kulturhauptstadt Europas bewerben. Mit diesem Vorschlag setzte Oberbürgermeister Bertram Hilgen in seiner Rede beim Jahresempfang 2015 der Stadt Kassel, der unter dem Motto „Stadt in der Mitte“ stand, einen zukunftsweisenden Akzent.

2025 sei Deutschland wieder an der Reihe, um die Kulturhauptstadt Europas zu küren. „Bis dahin ist die Neuordnung der Kasseler Museumslandschaft weitgehend vollendet. Nach dieser kulturellen Aufbauleistung und dem zusätzlichen kreativen Potenzial in unserer Stadt bin ich zuversichtlich, dass es uns gelingen sollte, eine Bewerbung abzugeben, die in Europa begeistert“, sagte Oberbürgermeister Hilgen.

Gleichzeitig bezog er die über 1000 versammelten Bürger und Gäste aus Politik und Wirtschaft, Kirchen, Verbänden, Vereinen, Bildungseinrichtungen und Wohlfahrtsverbänden in diese Planung ein: „Ich würde mich freuen, wenn Sie diese Anregung heute mit nach Hause nehmen und mir eine Rückmeldung geben, ob wir uns auf diese Reise begeben sollen.“

Schon die erste Bewerbung Kassels zur Kulturhauptstadt Europas 2010 war in den Jahren 2002 bis zur Entscheidung 2005 in einem bürgerschaftlichen Prozess organisiert und hatte das Bewusstsein aller in Kassel lebenden Menschen für die kulturellen Schätze ihrer Stadt gestärkt.

„Kassel ist ein einzigartiger Museums- und Kulturstandort“

Den heute einzigartigen Museums- und Kulturstandort Kassel, seine Vielfalt und Qualität würdigt der Oberbürgermeister in seiner Rede ausführlich. Beide Pole, der „kurfürstliche Kosmos“ – das UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen weltberühmten Wasserspielen, dem Schloss Wilhelmshöhe und der Galerie Alter Meister mit Kunstwerken von unschätzbarem Wert - sowie auf der anderen Seite die Museums- und Kulturstandorte in der Innenstadt seien durch die Neuordnung der Museumslandschaft weiterentwickelt worden.

Die Stadtmitte werde durch die Sanierung der kulturellen Einrichtungen wie dem Stadtmuseum und den Bau der GRIMMWELT auf dem Weinberg gestärkt und attraktiver gemacht. „Die neue GRIMMWELT wird der Museums- und Tourismusstadt Kassel zur Ehre gereichen“, kündigte OB Hilgen an. Mit zwei künstlerischen Beiträgen - Ecke Bonks documenta 11- Installation „Buch der Wörter“ sowie einem Kunstwerk speziell für die GRIMMWELT von Ai Weiwei - werde auch der Bogen zur documenta gespannt.

„Wenn dann noch 2016 das für 30 Millionen Euro umgebaute Landesmuseum wieder seine Türen öffnet und später mit der Fertigstellung des neuen Justizzentrums in der Goethestraße das Tapetenmuseum die Räumlichkeiten am Brüder-Grimm-Platz nutzen kann, stehen die beiden Museumsstandorte in Wilhelmshöhe und im Zentrum in einer guten Balance.“

„Kassel achtet die Freiheit der Kunst in einer Weise, die ohne Beispiel ist“

Die Kunstausstellung documenta garantiere Kassel nicht nur weltweite Aufmerksamkeit, sondern greife auch aktuelle künstlerische und politisch-gesellschaftliche Entwicklungen auf. Dabei sei es das Erfolgsgeheimnis der Kasseler Kunstausstellung, dass die Politik nicht in ein Ausstellungskonzept hineinregiert, sondern die Freiheit der Kunst in einer Weise achte, die ohne Beispiel sei. „Deshalb wird der Oberbürgermeister weder jetzt noch in Zukunft ein Machtwort sprechen. Ich habe großes Vertrauen in Adam Szymczyk und sein Team, dass aus einer spannenden Idee eine wunderbare Ausstellung erwächst“, sagte OB Hilgen in Hinblick auf die Diskussion um den geplanten documenta-Ausstellungsteil in Athen.

Und auch zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen soll die documenta als Kasseler Schwerpunkt noch weiter in den Fokus rücken. Die Stadt Kassel und das Land Hessen werden jetzt konsequent und verbunden mit der Aufstockung der Mittel das documenta-Institut mit eingegliedertem documenta-Archiv verwirklichen. Diese Einrichtung soll zu einem Zentrum der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland und darüber hinaus werden, stellte OB Hilgen als weitere Perspektive des Kulturstandortes Kassel vor.

„Kassel für alle- für ein weltoffenes Kassel“

Ausführlich ging Oberbürgermeister Hilgen in seiner Rede auf die schockierenden aktuellen Bildern von Gewalt und Terrorismus sowie die auch auf Kasseler Straßen zu hörenden antidemokratischen und rassistischen Parolen ein. „Die zahlenmäßig wenigen, die die Grundrechte verachten, die die Würde von Menschen mit Füßen treten und aus religiösem Fundamentalismus oder rassistisch motoviert Hass säen und Straftaten begehen, müssen die ganze Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.“ Das sei auch deshalb wichtig, damit die Friedliebenden und Vernünftigen jedweder Herkunft, jedweden Glaubens und jedweder Hautfarbe das tun können, was sie am liebsten tun: in Ruhe und Frieden miteinander leben und miteinanderauskommen. Diese Zielrichtung verfolge auch die Resolution „Kassel für alle- für ein weltoffenes Kassel“ der Stadtverordnetenversammlung, die im Dezember einstimmig verabschiedet worden war.

Die Rede von Oberbürgermeister Hilgen sowie der beim Jahresempfang gezeigte Filmbeitrag sind unter www.stadt-kassel.de abrufbar.



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