Die Stadt Kassel gibt künftig deutlich mehr Geld für die Sportförderung aus. Wofür die Vereine Zuschüsse der Stadt erhalten, wurde jetzt grundlegend neu geregelt. Die Ziele: Die Vereine dabei unterstützen, fit für die Zukunft zu werden, und ein umfassendes Sportangebot für die Menschen in Kassel zu erhalten.
21. Juli 2015. Mit einer umfassenden Neuregelung der Sportförderrichtlinien trägt die Stadt Kassel dazu bei, dass für Menschen aller Alters- und Leistungsgruppen ein vielfältiges Angebot zur sportlichen Betätigung in Kassel vorhanden ist. „Wichtige Bestandteile der bisherigen Sportförderung, wie etwa die kostenfreie Nutzung der Kasseler Sporthallen und Freisportflächen, finden sich auch in den neuen Förderrichtlinien wieder“, erklärt Kassels Sportdezernent Jürgen Kaiser. Auch die Jugendförderung und die Unterstützung des Leistungssports bleiben wichtige Bestandteile der Sportförderung. „Neu hinzugekommen ist zum Beispiel die dauerhafte Förderung von Übungsleitern sowie die Förderung von Vereinen, die sich zu Kooperationen entschließen“, erklärt Kaiser.
Die neuen Sportförderrichtlinien basieren auf der Sportentwicklungsplanung, die die Stadt Kassel erarbeitet hat, um den modernen Anforderungen und Wünschen der Kasseler Bevölkerung nach Bewegung und Sport Rechnung zu tragen. „Kassel ist eine sport- und bewegungsfreundliche Stadt“, erklärt Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser. „Wir machen bereits viel, damit die Menschen in Kassel durch Sport oder andere Bewegungsaktivitäten etwas für ihre Gesundheit und Erholung tuen können. Die neuen Förderrichtlinien tragen dazu bei, dass das so bleibt.“
Die neuen Sportförderrichtlinien sollen helfen, die wichtigsten Ziele der Sportentwicklung in Kassel zu erreichen. Die wichtigsten Ziele sind:
• Kooperationen • Effizienz • Integration • Inklusion • Seniorensport • soziales Zusammenleben • Kinder- und Jugendförderung • Qualifizierungen • Gesundheit
Das wird sich bei der Sportförderung ändern:
Eine wesentliche Neuerung ist die Förderung aller Vereine unter Beachtung der Ziele der Sportentwicklungsplanung. Schwerpunkt wird weiterhin die Vereinsförderung bleiben, aber auch andere nicht-kommerzielle Zusammenschlüsse können künftig Empfänger von Sportförderung sein.
Das lange schwelende Konfliktthema Energiekostenbeiträge ist gut und gerecht gelöst worden: Künftig werden den Kasseler Vereinen 120.000 Euro an Zuschüssen gezahlt. Im Jahr 2014 standen hierfür nur 35.000 Euro zur Verfügung.
Auch das Thema Ausbildung und Qualifikation von Übungsleitern, als ein wichtiges Anliegen der kommunalen Sportförderung, wird zukünftig verstärkt finanziell unterstützt. Die Stadt beteiligt sich mit 100 statt bisher 75 Euro an der Erstausbildung. Daneben wird es auch eine dauerhafte Förderung von Übungsleitern in den Vereinen geben.
Es sind neue zukunftsweisende Förderungsarten in die Sportförderrichtlinien aufgenommen worden: Kooperationen von Vereinen werden verstärkt gefördert. Fusionieren zwei Kasseler Sportvereine, so zahlt die Stadt einen einmaligen Zuschuss von fünf Euro pro Mitglied. Legen Vereine eine Sparte zusammen, so erhält jeder der beteiligten Vereine einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 250 Euro. Werden durch die Kooperation von Vereinen Hallenzeiten frei, erhält jeder beteiligte Verein einen jährlichen Zuschuss von 250 Euro.
Unter bestimmten Voraussetzungen wird es Personalkostenzuschüsse für Geschäftsstellenmitarbeiter und Vereinsmanager geben.
Schließlich werden auch Projekte, die den Zielen der Kasseler Sportentwicklungsplanung Rechnung tragen, unterstützt. Gefördert werden können hier nicht nur Sportvereine, sondern auch andere, freie nicht-kommerzielle Organisationen, die Projekte im Sinne der Sportentwicklungsplanung organisieren.
Mehr Geld für den Sport
„Kassel ist eine der wenigen deutschen Städte, in denen die finanziellen Mittel für die Sportförderung erhöht wurden“, erklärt Sportdezernent Jürgen Kaiser. Standen im Jahr 2014 jährlich 360.000 Euro für die Sportförderung zur Verfügung, konnte der Betrag im Jahr 2015 auf 460.000 Euro und ab dem kommenden Jahr sogar auf 580.000 Euro erhöht werden. Kaiser. „Dies zeigt, dass der Sport in Kassel einen hohen Stellenwert genießt.“
Die Stadtverordnetenversammlung hat die neuen Sportförderrichtlinien der Stadt Kassel am Montag, 20. Juli, beschlossen.
Im September wird Bürgermeister Kaiser mit dem Sportamt der Stadt Kassel bei einer Infoveranstaltung die Kasseler Vereine und Organisationen über die neuen Sportförderrichtlinien informieren. Der genaue Termin wird den Vereinen rechtzeitig mitgeteilt.
Hintergrund
In Kassel gibt es mehr als 200 Sportanlagen - vom Gymnastikraum, über Tennis- und Fußballkleinspielfeld bis hin zum Hallenbad und Dreifelder-Sporthallen. Etwa 180 Sportvereine gibt es in der Stadt. Rund 63 Prozent der Kasseler Einwohnerinnen und Einwohner sind regelmäßig körperlich oder sportlich aktiv. Für einen Großteil stehen gesundheits- und fitnessbezogene Motive wie Erholung, Entspannung, Freude und Wohlbefinden sowie Fitness, Kondition und Beweglichkeit im Vordergrund. Umfassende Informationen zum Thema Sport in Kassel gibt es im städtischen Sportportal unter www.sport-in-kassel.de
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