Die Kasseler legen 58 Prozent ihrer täglichen Wege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus, Straßenbahn und Regiotram zurück. Die meisten Wege werden in der Freizeit oder für Besorgungen und Einkäufe zurückgelegt. Bei Entfernungen zwischen einem und drei Kilometern besteht noch Potential für die Verkehrsmittel des Umweltverbundes – vor allem für das Fahrrad.
23. Juli 2015. Jeder Kasseler macht sich durchschnittlich 3,5 Mal am Tag auf den Weg: um ins Freibad oder ins Kino zu fahren, um Einzukaufen oder zum Arzt zu gehen. Um die Schule oder den Arbeitsplatz zu erreichen. Dabei legt der durchschnittliche Kasseler bei jedem Weg 5,4 Kilometer zurück. 19 Minuten benötigt er im Schnitt für einen Weg. Das ergab eine Verkehrsbefragung, die die Technische Universität Dresden in Kassel und mehr als 100 weiteren deutschen Städten vorgenommen hat.
Der sogenannte Modal Split gibt Auskunft darüber, wie hoch der Anteil der einzelnen Verkehrsarten an den an einem durchschnittlichen Werktag zurückgelegten Wegen ist. Für 42 Prozent der Wege wird demnach das Auto genutzt – als Fahrer oder Beifahrer. 32 Prozent der Wege werden zu Fuß erledigt, 17 Prozent mit Bus, Straßenbahn oder Regiotram. Und neun Prozent mit dem Fahrrad. Während der Anteil der Wege, die zu Fuß oder mit dem Rad erledigt werden, im Vergleich zu der Befragung vor fünf Jahren leicht gestiegen, und der Auto-Anteil annähernd gleich hoch geblieben ist, sank der Anteil des ÖNPV um fünf Prozentpunkte.
Eine weitere für die Verkehrsplaner wichtige Aussage der Mobilitätsstudie ist die zu dem Zweck der zurückgelegten Wege. 31 Prozent aller Wege legen die Kasseler für Tätigkeiten aus dem Bereich Freizeit zurück. 28 Prozent aller Wege machen die für Besorgungen und Einkäufe aus. Etwa 20 Prozent aller Wege dienen dazu, den Arbeitsplatz zu erreichen. Und knapp 18 Prozent der Wege werden zurückgelegt, um zur Kita, zur Schule oder zur Universität zu gelangen.
Je nachdem, wie weit der Weg ist, nutzen die Kasseler andere Verkehrsmittel. Kurze Wege unter einem Kilometer legen sie vor allem zu Fuß zurück (80 % aller Wege). Ist der Weg länger als drei Kilometer, entscheiden sich die Kasseler überwiegend für das Auto (57 % der Wege). Ab zehn Kilometern Weglänge fahren die Befragten entweder mit dem Auto oder mit Straßenbahn beziehungsweise Bus.
28 Prozent aller Wege sind zwischen einem und drei Kilometer lang. 42 Prozent davon werden mit dem Auto gefahren, obwohl vor allem das Fahrrad bei diesem Entfernungsbereich ein attraktives, umweltfreundliches und stadtverträgliches Verkehrsmittel ist.
Hintergrund Im Jahr 2013 wurde eine Untersuchung zum Verkehrsverhalten der Kasseler Bevölkerung nach dem „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) von der Technischen Universität Dresden (TU-D) erstellt. Auftraggeber waren die Stadt Kassel in Kooperation mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG). Über ein Jahr verteilt wurden 1.571 Einwohner¬innen und Einwohner der Stadt Kassel telefonisch und online (Internet) zu Ihrem Verkehrsverhalten, bezogen auf einen Stichtag, sowie einer Reihe weiterer Rahmendaten mit Mobilitätsbezug (z. B. Verfügbarkeit von PKW, Fahrrad oder ÖPNV-Fahrkarte) befragt.
An der Studie beteiligten sich im Jahr 2013 bundesweit mehr als 100 Städte, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften. Die aus den Befragungen gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für Fragestellungen von Verkehr und Mobilität.
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Wege bis zu einem Kilometer werden überwiegend zu Fuß zurückgelegt, ab drei Kilometer Wegelänge überwiegt in der Nutzung das Auto. Legende: Grün = Fuß, Orange = Fahrrad, Blau = Bus/Bahn, Rot = Auto.
SRV2013-Grafik2
Der Fußverkehr hat bei den Freizeitwegen die größte Bedeutung, der Kfz-Verkehr ist auf dem Weg zur Arbeit dominant, der ÖPNV hat den größten Anteil bei den Wegen zur Kita/Schule/Ausbildung. Legende: Grün = Fuß, Orange = Fahrrad, Blau = Bus/Bahn, Rot = Auto.
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