25. November 2015. Die Kasseler Beratungsstellen der Anti-Gewaltarbeit sowie das Frauenhaus erhalten für ihre Arbeit mehr Geld. Das Land Hessen stellt noch in diesem Jahr zusätzliche 64.000 Euro bereit. „Wir haben ein gut aufgestelltes Hilfesystem für Frauen, die Opfer von Gewalt werden. Es muss aber weiter ausgebaut werden“, erklärt Kassels Jugend- und Frauendezernentin Anne Janz. „Denn immer noch ist von einer hohen Dunkelziffer von Frauen und Mädchen auszugehen, die es bislang noch nicht schaffen, sich Hilfe zu holen. Daher müssen die Beratungsstellen auch die Kapazitäten haben, noch stärker informieren und beraten zu können.“
Mehr Geld geht an das Autonome Frauenhaus e. V., Frauen informieren Frauen – FiF e. V., das 1. Mädchenhaus Kassel e. V. , die Türkische Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit dem AKGG als Träger und die Kasseler Hilfe e. V.. „Mit der Aufnahme der Türkischen Beratungsstelle in die Förderung in diesem Bereich und der Erhöhung der Mittel des Mädchenhauses möchten wir insbesondere die Angebote für Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund stärken“, erklärt Stadträtin Anne Janz.
Das Hilfesystem bei Gewalt, insbesondere bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen, hat seit Jahren mehr Finanzbedarf, als die Kommunen mit den bisherigen Beiträgen vom Land und mit eigenem Geld leisten konnten. Da die Stärkung dieses Systems ein Ziel der Landesregierung ist, sind die zusätzlichen Mittel mit einer Zweckbindung versehen: Die erhöhten Mittel müssen nach einem bestimmten Schlüssel für die Bereiche Frauenhäuser, Frauen- und Mädchenberatungsstellen und Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt verausgabt werden. Mehr Geld erhalten auch die Schuldnerberatungsstellen. Auch in den nächsten Jahren kann mit dieser erhöhten Landesförderung gerechnet werden. Grund: Die Landesregierung hat die Mittel im hessischen Sozialbudget erhöht.
Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am Mittwoch, 25. November, wurde auch in Kassel auf das Problem und die Anlaufstellen aufmerksam gemacht. In Kassel beteiligt sich beispielsweise die Stadt wie in jedem Jahr an der Fahnenaktion der Frauenrechtsorganisation terre des femmes „NEIN zu Gewalt an Frauen!“. Das Kasseler Frauenbündnis war mit einem Info-Stand in der Innenstadt vertreten.
Kontaktadressen der Beratungsstellen finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kassel unter http://www.kassel.de//stadt/frauen/gewalt/index.html
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