04. Januar 2016. Die Stadt Kassel richtet im Rathaus eine kommunale Überlauf-Einrichtung für bis zu 100 Menschen ein, in der übergangsweise Asylsuchende untergebracht werden. Anlass sind die weiterhin hohen Zahlen von Flüchtlingen, die der Stadt vom Land Hessen zur Unterbringung zugewiesen werden. Eingerichtet wird die Unterkunft in den früheren Räumen des Restaurants im Untergeschoss des Rathauses.
„Die Unterbringung der bei uns vor Krieg und Verfolgung Schutz suchenden Menschen beschäftigt uns als Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen in ganz besonderer Weise. Ein vordringliches Ziel dabei ist, genügend winterfeste Unterkünfte bereitzustellen. Bislang ist uns dieses gelungen“, erklärt Sozialdezernent Christian Geselle.
Neue Unterkünfte können – trotz vorausschauender Planung – erst in den kommenden Wochen und Monaten nach und nach in Betrieb gehen. Aktuell stehen in den städtischen Gemeinschaftsunterkünften nicht ausreichend Plätze für die große Zahl geflüchteter Menschen in Kassel zur Verfügung. Bereits Mitte Dezember hat die Stadt daher in einem ehemaligen Schuhmarkt im Stadtteil Bettenhausen eine sogenannte Überlaufeinrichtung für die kommunale Zweitunterbringung hergerichtet. Dort können übergangsweise bis zu 150 geflüchtete Menschen wohnen.
Die Flüchtlingszahlen bleiben weiterhin hoch. Der Stadt Kassel wurden zuletzt pro Woche etwa 70 Asylbewerber zugewiesen. Daher zeichnet sich ab, dass es in den kommenden Wochen noch deutliche Differenzen zwischen der Anzahl aufzunehmender Menschen und unseren Unterbringungsmöglichkeiten gibt.
Deshalb wird die Feuerwehr Kassel in den nächsten Tagen damit beginnen, das frühere Restaurant im Hauptgebäude des Rathauses als Unterkunft für bis zu 100 Menschen herzurichten. Diese wird bei Bedarf nach und nach belegt. Wann dies genau sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Sobald in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften freie Plätze zur Verfügung stehen, sollen die Flüchtlinge aus den beiden kommunalen Überlaufeinrichtungen dorthin umziehen.
Hintergrund
Zur Unterbringung der Flüchtlinge und Asylbewerber verfügt die Stadt Kassel derzeit über sieben große Gemeinschaftsunterkünfte mit jeweils mehr als 135 Plätzen und etwa 30 kleinere Gemeinschaftsunterkünfte mit maximal 30 Plätzen, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Daneben gibt es zahlreiche Wohnungen, in denen die Stadt Asylbewerber unterbringt und betreut. Hierbei handelt es sich derzeit um rund 440 Menschen.
An wen kann man sich wenden, wenn man Flüchtlingen helfen möchte: Informationen und Ansprechpartner finden Interessierte auf den Internetseiten der Stadt Kassel unter http://www.stadt-kassel.de/miniwebs/zukunftsbuero/22104/index.html
Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Ingo Happel-Emrich
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