27. Januar 2016. Das Leid von psychisch kranken Menschen lindern und einen Beitrag zur Entstigmatisierung leisten – das soll aus Sicht von Experten ein zeitgemäßes hessisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz erreichen. Um sich darüber auszutauschen und den Entwurf kritisch zu würdigen, trafen sich jetzt auf Einladung von Gesundheitsdezernentin Anne Janz und der Ersten Kreisbeigeordneten des Landkreises, Susanne Selbert, im Kasseler Rathaus Vertreterinnen und Vertreter der Psychiatrischen Kliniken und Ambulanzen, des Landeswohlfahrtsverbandes und des Familiengerichts, der Polizei sowie von Beratungsstellen, Begegnungs- und Tagesstätten, Integrationseinrichtungen, Werkstätten und Wohneinrichtungen zur diesjährigen Regionalkonferenz.
Zum Sach- und Planungsstand konnten in ihren Vorträgen Susanne Nöcker vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration sowie Prof. Dr. Martin Ohlmeier, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Ludwig-Noll-Krankenhaus) und Mitglied des hessischen Fachbeirates Psychiatrie, berichten.
Die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Karin Müller nutzte zudem die Gelegenheit, den neuen Psychiatriekoordinator für die Region Kassel, Hans-Peter Schmied, vorzustellen. Als ausgewiesener Psychiatriefachmann und Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Gesundheitsamt Region Kassel übernimmt er die Koordinations- und Steuerungsaufgaben in der Versorgung psychisch beziehungsweise seelisch erkrankter Menschen, Abhängigkeitserkrankter sowie geistig- und körperbehinderter Menschen in Stadt und Landkreis Kassel.
Zu den wichtigsten Aufgaben des 57-jährigen Schmied gehören, bedarfsgerechte Angebote und Hilfemöglichkeiten sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Darunter fallen wohnortnahe Versorgungsangebote bereitzustellen und die Gleichstellung von psychisch kranken oder behinderten Menschen mit nicht beeinträchtigten Menschen weiter zu fördern.
Hintergrund: Um die Behandlung psychisch Kranker zu regeln, wurde in den vergangenen Jahrzehnten in fast jedem Bundesland außer Hessen ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz erlassen. Das bestehende Gesetz in Hessen regelt seit 1952 als reines Polizei- und Ordnungsgesetz lediglich die juristischen Bedingungen für einen Freiheitsentzug, ohne auf die Bedürfnisse psychisch Kranker oder auf präventive Maßnahmen einzugehen.
Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Sascha Stiebing
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
Hans-Peter Schmied, Psychiatriekoordinator für die Region Kassel
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.