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Privater Wohnraum für Flüchtlinge: Stadt lädt ein zur Infoveranstaltung

29. Januar 2016. Rund 450 Flüchtlinge konnten in Kassel bislang in private Wohnungen vermittelt werden. Um noch mehr zufluchtsuchenden Menschen den Auszug aus einer Gemeinschaftsunterkunft zu ermöglichen, werden weitere private Wohnungen in Kassel gesucht. Daher lädt die Stadt Kassel interessierte Vermieter und Immobilienbesitzer für Donnerstag, 4. Februar, zu einer Informationsveranstaltung mit Marktplatz ein. Beginn ist um 18 Uhr im Saal der Volkshochschule, Wilhelmshöher Allee 19-21.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine von HNA-Chefredakteur Horst Seidenfaden moderierte Podiumsdiskussion. Dabei gibt Stadtkämmerer und Sozialdezernent Christian Geselle Auskunft zur allgemeinen Flüchtlingssituation in Kassel sowie zur Wohnraumentwicklung. Sozialamtsleiterin Ute Pähns erläutert anschließend die verschiedenen Möglichkeiten der Unterbringung. Über den Alltag von Flüchtlingen wird Meinolf Schaefers, Geschäftsführer des Caritasverbandes Nordhessen, berichten. GWG-Geschäftsführer Peter Ley informiert über die Rolle der Wohnungsbaugesellschaften und das Projekt „Alltagsbegleiter“. Als Vertreter der privaten Wohnungseigentümer ist der Vorsitzende von Haus und Grund Kassel, Wolfram Kieselbach, Gesprächspartner. Auch zwei Flüchtlingsfrauen werden ihre Erlebnisse erzählen. Für das Publikum besteht die Möglichkeit Fragen an die Diskussionsteilnehmer zu stellen.

Ein weiterer Veranstaltungsschwerpunkt ist ein Marktplatz mit Infoständen auf dem Flur vor dem vhs-Saal. Dort können Interessierte mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas, des Sozialamtes, des Freiwilligenzentraums und des Jugendamtes zu Themen wie ehrenamtliches Engagement, Patenschaften, Sprachkurse oder Wohnraum direkt ins Gespräch kommen.

Hintergrund: Neben Asylbewerbern, die in Wohnungen untergebracht werden können, sofern eine hohe Bleibeperspektive besteht, können (und müssen theoretisch) diejenigen Personen in eine eigene Wohnung umziehen, deren Asylverfahren bereits abgeschlossen ist. So befinden sich allein derzeit mehr als 200 Menschen mit Bleiberecht in den städtischen Gemeinschaftsunterkünften. Faktisch ist auch für diejenigen, die keine Leistungen mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, ein Auszug erst möglich, sobald eine Wohnung gefunden wurde.

Ansprechpartner für Fragen der Unterbringung von Flüchtlingen und für Wohnungsangebote in Kassel sind der Caritasverband und das städtische Sozialamt. In Zusammenarbeit vermitteln sie Wohnungen an Flüchtlinge. Eine Mitarbeiterin der Caritas unterstützt die Flüchtlinge ganz konkret vor Ort bei der Wohnungssuche und -vermittlung, sichtet Wohnungsangebote, begleitet bei Besichtigungen, hält Kontakt zu den Wohnungsbaugesellschaften etc. Ist die Wohnungssuche erfolgreich, wird zwischen Flüchtling(en) und Vermieter ein Mietvertrag zu den ortsüblichen Mieten abgeschlossen (Mietobergrenzen sind zu berücksichtigen). Das Sozialamt übernimmt Kautionen in gesetzlich zulässiger Höhe und sichert für die Dauer der Hilfegewährung eine direkte Überweisung der Miete an den Vermieter zu.

Weitere Informationen im Internet unter http://stadt-kassel.de/miniwebs/zukunftsbuero/22104/index.html.



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