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„Aufwachsen mit Behinderung in Nordhessen“: Teilnehmer sehen Handlungsbedarf

05. Juli 2016.

Großen Anklang fand jetzt die Tagung „Aufwachsen mit Behinderung in Nordhessen“: Im Stadtteilzentrum Vorderer Westen in Kassel trafen sich rund 100 Eltern von Kindern mit Behinderungen, Fachleute und Akteuren aus der Behindertenhilfe, aus Kitas, der offenen Jugendarbeit, aus Vereinen, Initiativen sowie Selbsthilfegruppen zur Information und zum Austausch. Nachfolgetreffen sind bereits geplant.

 

Im Focus stand insbesondere auch der Bedarf an mehr Wohnmöglichkeiten für junge Erwachsene mit Behinderungen, an Kurzzeitpflege und an integrativen Freizeitangeboten, um die Eltern zu entlasten. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Auch Eltern behinderter Kinder haben ein Anrecht auf Teilhabe am Leben“. Die Podiumsteilnehmer (Vertreterinnen und Vertreter der Baunataler Diakonie Kassel, des Landeswohlfahrtsverbandes, der Lebenshilfe Region Kassel und von Lichtenau e. V.) versprachen, die Anliegen der Eltern in ihren Einrichtungen weiterzutragen und nach Lösungen zu suchen. Es gibt nach Einschätzung der Teilnehmer viel Handlungsbedarf, denn wie Prof. Dr. Monika Seifert (Berlin) sagte: „Die Situation scheint nicht besser als vor 20 Jahren, trotz veränderter Gesetze.“

 

Desweiteren standen die Schwierigkeiten von Eltern im Blick, Informationen über vorhandene Angebote zu finden. Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen des Gesundheitsamtes Region Kassel (KISS) stellte in Aussicht, eine erste Sammlung zu erstellen und im Internet verfügbar zu machen.

 

Die Tagung hatte mit einer Begrüßung durch Vizelandrätin Susanne Selbert begonnen. Anschließend sprach Prof. Dr. Seifert zum Thema „Alltag von Familien mit behinderten Kindern“. Cordula Klinzing (KISS) berichtete über ihre Befragung in nordhessischen Eltern-Selbsthilfegruppen zur Situation der Eltern und zu Vorschlägen für eine Verbesserung vor Ort. Schwerpunktthemen von Workshops waren „Entlastung für Eltern“, „Freizeit und Teilhabe“ sowie „Wohn-Perspektiven“. Bei einem Austausch auf Augenhöhe zwischen Eltern und Fachkräften ging es um die Fragestellungen, welche Angebote zur Unterstützung in der Region vorhanden sind und welchen Bedarf es darüber hinaus gibt. Wertvolle Impulse lieferten Beispiele aus anderen Städten.

 

Organisiert worden war die Tagung von KISS in Zusammenarbeit mit Eltern-Selbsthilfegruppen. Eine Dokumentation erscheint auf www.selbsthilfe-kassel.de. Weitere Informationen dort und bei KISS unter der Telefonnummer 0561/92005-5399.

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Stephan Kaiser



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