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Preisträger für Architektenwettbewerb „TASK-Sporthalle“ stehen fest

14. November 2016. Der Architektenwettbewerb zum Neubau der TASK-Dreifelder-Sporthalle auf der Sportanlage Auepark in Kassel ist entschieden. Aus elf Wettbewerbsbeiträgen hat ein Preisgericht unter Vorsitz der Architektin und Uni-Professorin Brigitte Häntsch jetzt drei Preisträger bestimmt. Der Siegerentwurf stammt vom Büro h.s.d. architekten BDA aus Lemgo.

Über die Vielzahl von sehr guten Lösungen für die neue Dreifelder-Sporthalle, die Stadt Kassel und Universität Kassel gemeinsam im Rahmen ihres TASK-Projektes im kommenden Jahr bauen werden, zeigte sich Stadtbaurat Christof Nolda begeistert: „Die hohe Qualität der eingereichten Architekturentwürfe, aber auch die Vielfalt der unterschiedlichen Lösungsideen zeigt, dass die Entscheidung einen Wettbewerb für diese Bauaufgabe durchzuführen, richtig war.“

Stadtkämmerer und Sportdezernent Christian Geselle zeigte sich angetan von den drei Preisträger-Entwürfen für die neue TASK-Sporthalle: „Das sind kompakte und flächeneffiziente Lösungen. Mir als Sportdezernent ist natürlich die Funktionalität für den Sport wichtig. Das Gebäude und die Ausstattung sollen den Anforderungen der späteren Nutzergruppen - also den Studierenden, den Vereinen und Schulen – gerecht werden.“

Aus den drei Preisträger-Entwürfen wird am Ende ein Entwurf realisiert. Die Entscheidung fällt voraussichtlich noch in diesem Jahr im Rahmen des nun beginnenden Vergabeverfahrens. Die Wettbewerbsarbeiten werden ab Ende November im Kasseler Architekturzentrum KAZ im Kuba präsentiert und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 30. November, ab 19.30 Uhr findet auch die Preisverleihung an die drei Preisträger statt.

Preisträger: Der 1. Preis ging an das Büro h.s.d. architekten BDA aus Lemgo für einen Entwurf, der die Jury mit einem kompakten quadratischen Baukörper in der nordwestlichen Ecke des Wettbewerbsgrundstückes überzeugte. So verbleibt ein genügend großer Außenraum, um das geforderte Außenspielfeld an favorisierter Stelle südlich des Neubaus anzuordnen. Der Zugang ist gut auffindbar gegenüber dem Eingang zur Aueparkhalle angeordnet. Über einen Steg betritt der Besucher ein großzügiges, lichtdurchflutetes Foyer, das über einen Luftraum mit dem Obergeschoss verbunden ist und räumliche Qualitäten verspricht. Die architektonische Gestaltung der neuen Sporthalle überzeugt. Einer sehr preiswerten Gebäudehülle aus Trapezblech auf der Außenseite wird eine zweite Haut aus einer spalierartigen Holzstruktur vorgeblendet. Diese ist als Rankgerüst gedacht und ermöglicht eine sensible Einbindung in die geschützte Karlsaue.

Den 2. Preis erreichte Bayer & Strobel Architekten aus Kaiserslautern mit einer zurückhaltend gestalteten Halle, die mit ihrem klar organisierten Grundriss und der selbstverständlichen Eingangssituation besticht. Die sensible Farbgebung der Metallfassade reagiert mit ihren abgestuften Grün- und Grautönen auf die Nähe zum Park der Karlsaue und zum Küchengraben. Außenraumbezug wird über ein durchgehendes Fensterband zur Aue und ein dosiertes Tageslicht über Lichtkuppeln angenehm hergestellt.

Herbert Hussmann Architekten aus Berlin errang für die Idee einer Hülle aus gelochten Metallfassaden, die sich bei entsprechend matter Farbwahl gut in das Gartendenkmal einfügen würde, den 3. Preis. Die klare Trennung in einen massiv scheinenden Sockel und einer leichten Metallfassade führt zu einem zurückhaltenden Ausdruck und interpretiert in moderner Weise die benachbarte Auepark-Sporthalle. Durch die vorgesehene Höhenlage ist eine einfache Hochwassersicherung möglich, gleichzeitig wird der dadurch entstehende Vorsprung genutzt, um das Gebäude über tribünenartige Sitzstufen mit der Landschaft zu verbinden.

Aufgabe des Wettbewerbs:

Die Stadt Kassel plant in Kooperation mit der Universität Kassel für das Transfer- und Anwendungszentrum Sport in Kassel (TASK) die Errichtung einer Dreifeld-Sporthalle mit 199 Zuschauerplätzen. Der Neubau umfasst rund 2.700 m² Brutto-Grundfläche. Die neue TASK-Halle ist ein weiterer Mosaikstein in der vielfältigen Landschaft des Kasseler Sportzentrums am Auepark, das neben dem dominierenden Auestadion aus weiteren Einrichtungen wie der Eissporthalle, der Aueparkhalle, Tennisplätzen und Vereinsheimen besteht.

Der Neubau bildet ein neueres und kleineres Pendant zur Aueparkhalle und bildet mit dieser einen funktionalen und technischen Zusammenhang. Eine Besonderheit der Aufgabe bestand darin, dass die Lage des Neubaus ‚hinter’ der Aueparkhalle zwar die Wahrnehmbarkeit von der Stadtseite einschränkt, die unmittelbare Nähe zum Staatspark Karlsaue jedoch eine prominente Fernwirkung in Richtung Parklandschaft erzeugt. Auf diese sensible Nachbarschaft galt es angemessen gestalterisch zu reagieren.

Preisrichter:

• Prof. Dr.-Ing. Peter Racky, Universität Kassel • Prof. Alexander Reichel, Architekt, Kassel • Prof. Brigitte Häntsch, Architektin, Berlin • Prof. Philipp Krebs, Architekt Kassel • Christof Nolda, Stadtbaurat Stadt Kassel • Christian Geselle, Kämmerer Stadt Kassel • Axel Jäger, Leiter Amt Hochbau und Gebäudebewirtschaftung Stadt Kassel

Stellvertretende Preisrichter: • Karsten Schwartz, Stellvertretender Leiter Sportamt, Stadt Kassel • Volker Mohr, Leiter Amt für Bauaufsicht, Denkmalschutz und Stadtplanung, Stadt Kassel • Andreas Wannenmacher, Architekt, Bielefeld

Sachverständige Berater: • Gerhard Blömeke-Rumpf, Institut für Sport und Sportwissenschaft, Universität Kassel • Dr. Martin Hellmann, Amt Hochbau und Gebäudebewirtschaftung Stadt Kassel (Haustechnik und Energiemanagement) • Siegfried Hoß, Gartendenkmalpflege, Museumslandschaft Kassel • Klaus Sausmikat , Abteilungsleiter Bau, Technik und Liegenschaften, Universität Kassel • DU Diederichs Projektmanagement,Wuppertal (Kosten)

Das Wettbewerbsmanagement übernahm das Büro ANP aus Kassel.

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

1. Platz Architektenwettbewerb

(c) Büro h.s.d. architekten BDA

2. Platz Architektenwettbewerb

(c) Bayer & Strobel Architekten

3. Platz Architektenwettbewerb

(c) Herbert Hussmann Architekten



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