Insgesamt 14, überwiegend ältere Menschen sind in den vergangenen Tagen an Salmonellen erkrankt. Sie gehö-ren zu einer Gruppe, die ehrenamtlich Besucherdienste durchführt. Nach Erkenntnis der Mitarbeiter der Gesund-heitsaufsicht beim Fachbereich Gesundheit und Soziales ist eine Infektion weiterer Personen jedoch weitgehend auszuschliessen, da in dem relevanten Zeitraum keine Besucherdienste von den Infizierten durchgeführt wur-den.
Auslöser der Infektion ist mit grosser Wahrscheinlichkeit ein sogenannter "Donauwellen"-Kuchen, der bei einem Treffen der Gruppe angeboten worden war. Dieser Ku-chen wird unter Verwendung von Rohei, das heisst nicht über 60 Grad Celsius erhitztem Ei hergestellt, das den Salmonellen-Erreger in sich tragen kann.
Gerade für junge Menschen, die noch kein komplett aus-gebildetes Immunsystem haben, oder für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, insbesondere ältere oder kranke Menschen, kann eine Salmonelleninfektion ernst-hafte Folgen haben.
Die Gesundheitsaufsicht hat zu fast allen erkrankten Personen Kontakt aufgenommen, Aufklärung über die Krankheit und deren Risiken betrieben sowie Desinfekti-onsmittel ausgeteilt, um eine Weiterverbreitung der In-fektion zu verhindern. Salmonellen können sich nicht nur über Lebensmittel sondern auch durch Schmutz-Schmier-Infektionen von Mensch zu Mensch übertragen.
Aufgrund des aktuellen Falls empfiehlt die Gesundheits-aufsicht bei der Herstellung von Produkten insbesondere für Gruppenveranstaltungen kein Rohei zu verwenden.