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Hanau, 27. November 2018
Förderung von Bildungschancen für eine positive Zukunft
- Treffen mit Unterstützern der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive

Vor anderthalb Jahren wurde von der Stadt Hanau die Brüder-Grimm-Bildungsoffensive ins Leben gerufen, die von Anne-Dorothea Stübing, der Vorsitzenden des Präventionsrates, konzipiert wurde und von der Stadt Hanau koordiniert wird. Ziel der Bildungsoffensive ist es Kinder und Jugendliche in Hanau gezielt zu fördern, um ihnen gleiche Chancen für die Entwicklung ihrer Potenziale zu ermöglichen - ganz unabhängig von ihrer individuellen Ausgangslage.

Inzwischen gibt es sechs Bausteine: Zum einen das Diesterweg-Stipendium mit Sprungbrett Familien- und Jugendhilfe e.V., diverse Angebote an Grundschulen wie Klassenausflüge und Elterncafés, das Evonik-Labor in der Schatzkammer der 1000 Bücher im Kulturforum, der Deutsch-Sommer als Ferienangebot der VHS, kulturelle Bildungsprogramme in den Hanauer Museen und seit neustem Workshops an Schulen „Den Kinderrechten auf der Spur“.

Finanziert und unterstützt wird die Brüder-Grimm-Bildungsoffensive von privaten und gewerblichen Spendern. Diese luden Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und der Verein Sprungbrett dazu ein sich selbst ein Bild von den Fortschritten der Bildungsoffensive zu machen und sich bei der Gelegenheit mit Kindern, die von der Maßnahme profitieren, auszutauschen. Rund ein Dutzend Kinder, die ein Diesterweg-Stipendium erhalten haben, und ihre Eltern trafen in den Räumen von Sprungbrett auf die Spender und Unterstützer der Bildungsoffensive zu denen die Berenbrok-Winterstein Stiftung, der Lions Club Hanau Brüder Grimm, der Lions Club Hanau Schloss Philippsruhe, Evonik Industries, die Sparkasse Hanau, die Dr. Herbert Münzer Stiftung und weitere Hanauer Serviceclubs zählen.

„Hanau ist eine vielfältige und wachsende Stadt mit über 400-jähriger Zuwanderertradition, in der Menschen aus 140 Nationen friedlich zusammen leben. Etwa ein Viertel der Hanauer Bevölkerung hat ausschließlich eine nicht deutsche Staatsangehörigkeit und mehr als die Hälfte der Hanauer Kinder und Jugendlichen hat einen Migrationshintergrund. Wie in allen großen Städten liegt der Anteil von Menschen mit geringem Einkommen über dem Landesdurchschnitt“, erläuterte Bürgermeister Weiss-Thiel. „Auf Grund der Sozialstruktur der Stadt haben Kindern und Jugendliche in unserer Stadt sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen!“, sagte er. Im Rahmen der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive versuchen wir denen, die es schwerer haben als andere, unter die Arme zu greifen. Und Sie alle tragen eine Menge dazu bei!“

Die Stadt Hanau arbeite daran, die Bildungsoffensive mit ihren Bausteinen zu einem festen Bestandteil der Hanauer Bildungslandschaft zu machen und wolle einer nächsten Generation von Hanauer Kindern und ihren Familien auch die Unterstützung durch das Diesterweg-Stipendium ermöglichen. „Wir glauben daran, dass die Förderung von Bildungschancen der wichtigste Schlüssel für eine positive Zukunft unserer Kinder und unserer Stadt ist. Dafür setzen wir uns ein und wünschen uns, dass diese Offensive wächst und Sie uns weiter dabei so tatkräftig unterstützen wie bisher!“, so Weiss-Thiel.

Die jungen Stipendiaten und ihrer Eltern führten ihre Unterstützer zu eigens von ihnen vorbereiteten Stellwänden, die sie mit Fotos und Zeichnungen versehen hatten und berichteten ihnen von ihren zahlreichen Erlebnissen und beeindruckenden Lernerfolgen. "Ich finde, das Diesterweg-Programm ist eine segensreiche Einrichtung innerhalb der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive. Ich bewundere das Engagement der Initiatoren, der Schüler und der Eltern und wünsche weiterhin viel Erfolg“ sagte Ursula Berebrock-Winterstein, die mit ihrer Stiftung zu den Hauptspendern der Bildungsoffensive zählt.

Damit das Treffen auch als Lernort für Kinder dient, die die Unterschiedlichkeit von Bildungsverläufen kennen lernen sollen, bat Matthias Skotnik, der Geschäftsführer von Sprungbrett e.V., die einzelnen Unterstützer, sich kurz vorzustellen und ihren Bildungsweg zu skizzieren. Im Anschluss durften die Kinder ihnen jede Menge Fragen stellen. So fanden sie beispielsweise heraus, dass auch Bürgermeister Weiss-Thiel oder die frühere Grundschulrektorin Stübing nicht immer in jedem Fach geglänzt haben und in Schule auch ihre Probleme hatten. „Alles was mit Zahlen und Gesellschaft zu tun hatte, hat mich schon immer interessiert. Wenn es um Vokabeln lernen und Sprachen ging, war eher Mut zur Lücke angesagt“, erinnerte sich Weiss-Thiel. Auch Stübing berichtete: „In der Schule fand ich den Frontalunterricht immer furchtbar und hatte Probleme mich zu konzentrieren, deshalb wollte ich wollte ich als Lehrerin alles etwas anders machen mit viel Gruppenarbeit und vor allem mit Lehrausflügen in die Natur und zu anderen spannenden Lernorten.“ Doch alle Erwachsenen, sind sich einig: „Aus uns ist etwas geworden, weil wir nicht aufgegeben haben, sondern versucht haben unsere Fähigkeiten und Talente zu nutzen und das Beste daraus zu machen. Und diese Chance sollten alle Kinder haben!“



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Treffen der Unterstützer der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive
Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Anne-Dore Stübing (Vorsitzende des Präventionsrats) Bettina Stark und Caroline Geier-Roth (Lions Club Hanau Schloss Philippsruhe, Jörg Börstinghaus (Förderverein Lions Club Hanau Brüder Grimm), Dr. German Brachtendorf (Sparkasse Hanau), Ursula Berenbrok-Winterstein (Berenbrok Winterstein Stiftung), Matthias Skotnik und Cindy Gresselmeyer von Sprungbrett e.V., sowie Kinder und Eltern, die vom Diesterweg-Stipendium profitieren.


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