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06. Dezember 2018
Zwei Häuser - Eine Revolution
- Ausstellung "Zerissene Zeiten" im Städtischen Museum und im Schlossmuseum
Braunschweig.

Das Motto „Zwei Häuser – Eine Revolution“ ist Programm: Das Schlossmuseum und das Städtische Museum Braunschweig widmen sich derzeit der Novemberrevolution in Braunschweig. Die zwei Ausstellungen spiegeln die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und ergänzen sich. Beispielsweise greifen beide Ausstellungen auf Zeichnungen des Braunschweiger Künstlers Karl Blanke zurück, der die Revolution künstlerisch überliefert hat. Auch werden jeweils Protagonisten der Revolution vorgestellt. Dr. Ulrike Sbresny, Leiterin des Schlossmuseums, über die beiden Ausstellungen: „Die Abdankung des Braunschweigischen Herzogs Ernst August war die erste Abdankung im Kaiserreich und Ausgangspunkt der Ausstellung im Schlossmuseum. Die Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum und die Parallelität der Ausstellungen in beiden Häusern ist eine Chance für die Besucher, sich diesem spannenden Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern."

 

Das Schlossmuseum fokussiert dabei den Ort der Abdankung und die Geschehnisse des Schlosses: Wie lief die Abdankung selbst ab? Welche Quellen sind darüber zu finden? Was passierte mit den neuen Machthabern, der herzoglichen Familie, den Bediensteten, dem Schloss? Wie wurden die vielen Möbel, Gemälde und Räume der ehemaligen Welfenresidenz genutzt? Zu sehen sind dort neben der originalen Abdankungsurkunde weitere spannende Quellen zur Geschichte. Fotografien des Arbeiter- und Soldatenrates, der herzoglichen Familie und von Bediensteten stellen Akteure und Betroffene vor. Berichte und Briefe geben Einblick in die aufregende Zeit vor 100 Jahren. Kunstwerke sowie Ausstattungsstücke der Vergangenheit kehren auf Zeit zurück ins Braunschweiger Schloss.

 

Die Geschichte der Novemberrevolution und der frühen Jahre der Weimarer Republik ist sprunghaft, sie lässt sich nicht als Kontinuum erzählen. Genau diese Eigenschaft einer wild bewegten, diskontinuierlichen Zeit spiegelt die Schau im Städtischen Museum wider. Um Geschichte lebendig werden zu lassen, finden sich hier sprechende Sinnbilder: Halb zerstörte Husaren-Figuren aus der Zeit des Herzogtums Braunschweig, die Fotografien zur Revolution flankieren, stehen für die Zerlegung und Auflösung der alten Gesellschaft. Im Lichthof ragen ineinandergeschobene, zackige Schollen auf, die Objekte tragen. Diese Schollen verweisen auf die Zerrissenheit der Zeit, auf den Verlust der Fundamente, einer nunmehr labilen Gesellschaft, auf die Schubkräfte und die Unkalkulierbarkeit der Geschichte. Museumsdirektor Dr. Peter Joch resümiert: „Die Revolution lässt sich nicht einfach als Zeitstrahl erzählen. Sie braucht in einer Ausstellung starke Sinnbilder, die die grundlegenden Verschiebungen der damaligen Gesellschaft spiegeln.“

 

Beide Ausstellungen sind Teil des Projekts „Vom Herzogtum zum Freistaat. Braunschweigs Weg in die Demokratie 1916-1923“, das vom Dezernat für Kultur und Wissenschaft koordiniert wird. Die Ausstellung „Revolution. Abdankung. Schloss.“ im Schlossmuseum ist noch bis zum 25.08.2019 zu sehen. Die Schau „Zerrissene Zeiten – Krieg. Revolution. Und dann?“ im Städtischen Museum wird bis zum 20.01.2019 gezeigt.

 

 

Infos:

Städtisches Museum

Öffnungszeiten: Di – So 10 – 17 Uhr, Städtisches Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig, Tel.: (0531) 470 4521, E-Mail:                                                     staedtisches.museum@braunschweig.de, www.braunschweig.de/museum

Eintritt: Erwachsene 5,00 €; Ermäßigung (für Schüler, Studierende, Auszubildende, Menschen mit Behinderung, Rentner sowie Inhaber des „Braunschweig Passes“) 2,50 €; Kinder von 6 – 16 Jahre 2,00 €; Schulklassen und Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt. Das Städtische Museum ist uneingeschränkt barrierefrei.

 

Schlossmuseum

Öffnungszeiten: Di, Do – So 10 – 17 Uhr, Mi 13 – 20 Uhr, Schlossmuseum Braunschweig, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig, Tel.: (0531) 470 4876, E-Mail: schlossmuseum@residenzschloss-braunschweig.de, www.schlossmuseum-braunschweig.de

Eintritt: Erwachsene 4,00 €; Ermäßigung (für Menschen mit Behinderung sowie Inhaber des „Braunschweig Passes“) 1,00 €; Kinder/Jugendliche bis 15 Jahre freier Eintritt; Schulklassen freier Eintritt. Das Schlossmuseum ist uneingeschränkt barrierefrei.







Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

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©Schlossmuseum


Blick in den Lichthof des Museums
Blick in den Lichthof des Museums, Im Vordergrund sind die halb zerstörten Husarenfiguren zu sehen, im Hintergrund einige der Schollen Foto: Dirk Scherer, Städtisches Museum Braunschweig
©Dirk Scherer, Städtisches Museum Braunschweig


Kulturjahr_1918
Kulturjahr_1918




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