Pressedienst des Kreises Borken vom 07. 02. 2019

Pressemitteilung der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes e.V.:
Vortrag von Dr. Julia Paulus am Samstag, 23. Februar, im kult Westmünsterland in Vreden / Thema: „Politische Partizipation von Frauen in Westfalen während der Weimarer Republik“





[Suche]
[Alle Meldungen]
Druckansicht

Kreis Borken/Vreden.

Das Jahr 1919 ist nicht nur ein Jahr der politischen Revolution in Deutschland, sondern auch der sozialen Revolution. Schon lange vorher kämpften Frauen im Deutschen Kaiserreich und in anderen europäischen Ländern für gesellschaftliche Gleichstellung und politische Gleichberechtigung. Aber erst die neue demokratische Verfassung von Weimar brachte den deutschen Frauen konkrete Fortschritte vor allem als gleichberechtigte Wählerinnen und gewählte Abgeordnete.

Auf Einladung der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes e. V. (GhL) hält Dr. Julia Paulus (Münster) darüber einen öffentlichen Vortrag mit dem Thema „Politische Partizipation von Frauen in Westfalen während der Weimarer Republik“. Er findet statt am Samstag, 23. Februar 2019, um 11.30 Uhr im kult Westmünsterland (Vreden, Kirchplatz 14).

Wenn auch die Anfänge der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe 1919 noch recht bescheiden erscheinen mögen, so führten die neuen Rechte bald zu einer deutlichen Stärkung der Frauen im öffentlichen Leben. Sie wirkten sich zum Beispiel aus auf die neuen Mitwirkungs-Beiräte der Schulen, die Öffnung der Parteien für Frauen auch als Funktionärinnen sowie in der Aufstellung – und Wahl – von Frauen für die Stadt- und Gemeinderäte, die Kreistage und Landtage und auch für den Reichstag.
 
So zählten zu den politisch aktiven Frauen im Kreistag bis 1933 zum Beispiel die Lehrerin Elisabeth Brüning aus Klein Reken seit 1922 und Antonia Schulze Holthausen aus Ramsdorf-Kirchspiel seit 1925. Beide gehörten der Zentrumspartei an. Auch in den verschiedenen Kommunalparlamenten hatten Frauen Sitz und Stimme. In Gronau zog 1919 als erste weibliche Abgeordnete Maria Niggemeyer für das Zentrum in den Rat der Stadt ein, in Bocholt Ida Albers von der Verständigungsliste, Christine Sütfels von der Verständigungsliste/Zentrumspartei und Jeannette Wolff von der SPD.

Dr. Julia Paulus ist Wissenschaftliche Referentin am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und Lehrbeauftragte an der Universität Münster. Zuletzt konzipierte sie als Kuratorin zusammen mit einer Kollegin die am 19. Januar eröffnete Wanderausstellung „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR).

Kooperationspartner der GhL-Veranstaltung sind das kult Westmünsterland und das Netzwerk der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Borken. Der Eintritt ist frei.


Rückmeldungen an
Dr. Bruno Fritsch (GhL)
ghl-vorstand@t-online.de

 



Pressekontakt: Kreis Borken, Ellen Bulten 02861 / 82-2111

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Dr. Julia Paulus, Wissenschaftliche Referentin am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte (Foto: privat)



     

Herausgeber:
Kreis Borken
Pressestelle
Burloer Straße 93
46325 Borken
Telefon: (0 28 61) 82 21 - 11 / 13
E-Mail: pressestelle@kreis-borken.de

 
Die Pressestelle "Kreis Borken" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.