„Vom Fleischersatz zur Alltagkost? Seefischmarketing in der Weimarer Republik (1918-1933)“ – Vortrag im Stadtmuseum

06. Februar 2019.

„Vom Fleischersatz zur Alltagkost? Seefischmarketing in der Weimarer Republik (1918-1933)“ ist der Titel eines Vortrags am Mittwoch, 13. Februar, 18 Uhr im Stadtmuseum, Ständeplatz 16. Den Vortrag hält Jan Christoph Greim, Leiter des Museums Moorseer Mühle (Nordenham).

Während des Ersten Weltkriegs und der ersten Jahre der Weimarer Republik war Fleisch, wie viele andere Lebensmittel auch, Mangelware. Als Fleischersatz und alternativer Eiweißlieferant wurde frischer Seefisch, ein traditionell an der Küste konsumiertes Lebensmittel, auch verstärkt im deutschen Binnenland angeboten. Doch mit der steigendenden Verfügbarkeit von Fleisch erkannte man, dass sich der Seefisch als Volksnahrungsmittel nicht in ganz Deutschland hatte etablieren können. Der fehlende Absatzmarkt und die dadurch resultierende Überproduktion stürzte die Fischwirtschaft in eine schwere Krise. In den 1920er Jahren sollten breit angelegte Seefischwerbung und neue fischindustrielle Produkte dem Seefisch zu mehr Beliebtheit verhelfen.

Der Eintritt ist frei.

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Küche in der Kasseler Altstadt
©Stadtmuseum Kassel, Fotografin Sonja Hanschke

Küche in der Kasseler AltstadtAusschnitt aus der Küche in der Kasseler Altstadt, in einer Abteilung der Sonderausstellung „1918. Zwischen Niederlage und Neubeginn“.



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