Welttag des Buches: Oliver Steller spricht und singt Robert Gernhardt „hell & schnell“

27. März 2019.

„Wer liest, verreist—und die spannendste Reise führt am Ende zu einem selbst“. Anlässlich des Welttag des Buches spricht Oliver Steller und Robert Gernhardt singt „hell & schnell“ am Dienstag, 23. April, 20 Uhr, in der Stadtbibliothek. Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt acht Euro.

Robert Gernhardt wurde am selben Tag geboren wie Heine und Heino. Als Gernhardt der Heine-Preis verliehen wird, frotzelt Loriot, er solle mal nachsehen, ob da nicht Heino-Preis drunter stehen würde.

Humor und Liebe, Alltag und Leben sind die Themen bei Robert Gernhardt. Seine große Kraft liegt im Privaten. Er weiß schon lange, dass Wein besser als Sex ist. Seine Gedichte sind leicht und humorvoll. So, wie seine Vorbilder Wilhelm Busch, Christian Morgenstern und Loriot, ist Robert Gernhardt ein messerscharfer Beobachter und in einer Zeit, in der uns das Lachen schon mal im Halse stecken bleibt, ein gutes Gegengift. Robert Gernhardt schenkt uns das befreite Lachen, wie wir es kaum noch kennen.

Der rote Faden des Abends ist das Leben Robert Gernhardts, der als Kind von Estland nach Posen übersiedelt und nach dem Krieg auf Umwegen nach Göttingen flieht. In den 60ern hockt er auf Apfelsinen-Kisten, ist aber weitestgehend unpolitisch, schreibt in den 70ern für Otto Waalkes, gründet in den 80ern die Satirezeitschrift Titanic, wird in den 90ern mit Preisen überhäuft und schreibt ab dem Millennium über seine Krankheiten, die er als „Schangse“ sieht.

Das Robert Gernhardt Programm „hell & schnell ist eine virtuose Verschmelzung von heiteren und tiefgründigen Gedichten. Oliver Steller kann sich enorm gut in Dichtung einfühlen. Er rezitiert manche Texte in so herausragender Weise, dass es schon fast Neudichtungen sind.

Zuweilen ist Gernhardt so absurd komisch, dass man ihn plötzlich ernst nehmen muss. Oliver Steller gelingt es souverän, diesen schmalen Grad darzustellen und damit einen Autor dem Publikum näher zu bringen, der seinen Tiefgang größtenteils sehr erfolgreich hinter dem Humor und dem Absurden verbarg.

Oliver Steller, Jahrgang 1967, hat seine Liebe zur Literatur nach der Schule wiederentdeckt. Seitdem vertont er Gedichte. Im Anschluss an ein Musikstudium in den USA und einem Jahrzehnt als freischaffender Musiker, gab der Gitarrist und Sänger 1995 sein Debüt als Rezitator. Die FAZ bezeichnet Oliver Steller heute als „Stimme deutscher Lyrik“.

 

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