28. März 2019.
„Die Heilanstalt am Lindenberg“ lautet der Titel einer Führung im Stadtmuseum in die Sonderausstellung "1918. Zwischen Niederlage und Neubeginn“ mit Museumsführerin Dr. Barbara Richarz-Riedl am Mittwoch, 3. April, um 17 Uhr.
Not und Elend der Kriegszeit schufen die Notwendigkeiten und Voraussetzungen für rasante Fortschritte in der Medizin und bei der Behandlung von Kranken. In der Heilanstalt am Lindenberg behandelte man während des Ersten Weltkrieges, aber auch in den Jahren danach, die zahllos heimkehrenden Soldaten, die bei den Kämpfen verstümmelt worden waren. Durch die Entwicklung von Arm- und Beinprothesen versuchten die Ärzte, den Invaliden wieder die Ausübung von Berufen zu ermöglichen. Dazu musste in langwierigen und oftmals schmerzhaften Prozessen der Umgang mit den neuartigen Geräten geübt werden.
In ihrer Führung geht Dr. Richarz-Riedl aber auch auf die Problematik der „Kriegszitterer“ ein, bei denen der Schrecken der Kriegserlebnisse zu traumatischen Störungen geführt hatte. Ein Elektroschock-Gerät vermittelt eindrucksvoll, was die Soldaten auch nach der Rückkehr in die Heimat manchmal noch erdulden mussten.
Der Eintritt ins Museum beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro, die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter der Telefonnummer 05 61/7 87-44 05.
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert
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Heilanstalt
©Stadtmuseum Kassel
Heilanstalt am Lindenberg, fotografiert 1929
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