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Magdeburg, 18. April 2019
Betroffene und Angehörige wollen Erkrankte zum Mitmachen ermutigen
Selbsthilfegruppe „Junge Menschen mit Demenz“ gegründet

In fachlicher Begleitung der Gerontologin Sonja Rohden hat sich beim Sozial- und Wohnungsamt eine Gruppe früh an Demenz Erkrankter und deren Angehöriger gegründet. Die Gruppe möchte sich Gleichbetroffenen öffnen und ihre positiven Erfahrungen durch Gespräche und gemeinsame Freizeitgestaltung vermitteln.

 

„Menschen im erwerbsfähigem Alter erleben die Diagnose ‚Demenz‘ als Schock, schreibt man doch diese Erkrankung eher dem höheren Lebensalter zu“, so die Magdeburger Sozialbeigeordnete Simone Borris. „Betroffene möchten als ‚normal‘ angenommen werden und wollen ein altersadäquates soziales Umfeld genau wie Nichterkrankte. Zudem bringt die Erkrankung im erwerbsfähigen Alter ganz andere Probleme mit sich als im höheren. So ist die Belastung aufgrund der Diagnose in dieser Lebensphase ungleich stärker. Ich begrüße es daher, dass sich Erkrankte und deren Angehörige zusammengefunden haben“, so Borris weiter.

 

Nach statistischen Berechnungen erkranken in Magdeburg zwischen 162 bis 196 Personen vor dem 65. Lebensjahr an Demenz. Forschungsberichten zufolge hängt das Gelingen im Umgang mit der Diagnose von der Bewahrung des Selbstwertgefühls und durch die Aufrechterhaltung von Aktivität ab. Regelmäßig tauschen sich daher die Gruppenmitglieder zu Fragen im Umgang mit der Erkrankung aus und ermutigen sich gegenseitig, dem Leben auch mit der Diagnose die besten Seiten abzugewinnen. So standen bereits gemeinsame Reisen und sportliche Aktivitäten auf dem Programm. Weitere Aktivitäten sind in Planung.

 

„Auffällig ist der herzliche Umgang in der Gruppe. Ängste, über die Situation frei zu reden, scheinen abzufallen. Man glaubt sich in einer ‚ganz normalen‘ Gruppensituation von Personen zwischen 50 und Anfang 60 und fühlt sich von der gegenseitig zugewandten Art der Mitglieder mitgenommen“, so Jürgen Villard vom Sozial- und Wohnungsamt.

 

Nähere Informationen erhalten Interessierte Erkrankte und deren Angehörige im Sozial- und Wohnungsamt. Ansprechpartner sind Sonja Rohden (Tel. 0391/ 540 3431) und Jürgen Villard (Tel. 0391/ 540 3433).



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