„Vielfalt ohne Angst“ – Internationaler Aktionstag gegen Hass und für Respekt gegenüber Menschen mit queerer Lebensweise

15. Mai 2019.

Der 17. Mai wird international als ein Aktionstag begangen. „Queer“ ist dabei eine selbstbewusste Kurzformel für alle, die nicht in das Muster von zweigeschlechtlichem Leben und Lieben passen oder passen wollen. Infos zu Aktionen, Gruppen und Beratung in diesem Bereich gibt es am Freitag, 17. Mai, von 15 bis 18 Uhr auf dem Opernplatz.

 

Stadträtin Susanne Völker nimmt den Tag zum Anlass, die aktive queere Szene in Kassel zu ermutigen, sich weiter gegen Diskriminierung einzusetzen, damit Vielfalt ohne Angst gelebt werden kann: „In den letzten Jahren ist viel erreicht worden: Die Ehe für alle ist Realität geworden. Es gibt jetzt eine positive Option für einen dritten Geschlechtseintrag, wofür sich im letzten Herbst bei der Aktion Standesamt auch in Kassel viele eingesetzt haben.“ Zwar sei die Regelung des Personenstandsrechts noch nicht so, wie viele Aktivist*innen sich das wünschen, aber ein Anfang sei gemacht. Jetzt gehe es darum, dies auch im Alltag umzusetzen. Dies wird zum Beispiel realisiert, in dem auch die Stadt Kassel ihre Stellen mit dem Zusatz (m/w/d) – männlich/ weiblich/ divers ausschreibt.

 

Bestandteil des Engagements der Stadt Kassel ist auch die Koordination des Regenbogen Netzwerks Kassel durch das städtische Frauenbüro, in dem viele Vereine und Projekte, aber auch Einzelpersonen in Kassel zu den entsprechenden Themen zusammenkommen. Aktiv ist auch die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel. Im letzten November wurde in Kooperation mit der hessischen Antidiskriminierungsstelle und lokalen Partnern ein Fachtag zur Situation von queeren Jugendlichen in Nordhessen organisiert. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigt sich auch anhand der großen Nachfrage nach den Angeboten der Gruppe Queer and Young Kassel, die sich im Malala-Mädchenzentrum trifft.

 

Durch Landesförderung zur Umsetzung des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt wurde in Kassel auch eine neue Netzwerkstelle eingerichtet und es können mehrere Projekte wie die Ideenfindung für die Etablierung eines queeren Zentrums entwickelt werden.

 

Mehr Informationen zu diesen Themen gibt es am 17. Mai von 15 bis 18 Uhr am Infostand auf dem Opernplatz. Bei Interesse an der Arbeit des Regenbogen Netzwerks Kassel kann man sich auch direkt an das Frauenbüro wenden: frauenbeauftragte@kassel.de oder Telefon 0561 787 7069

 

Hintergrund zum Aktionstag 17. Mai:

Auf Initiative eines französischen Aktivisten wurde in 2005 der Internationale Tag gegen Homophobie als Aktionstag ins Leben gerufen. Um möglichst vielen diskriminierten Gruppen gerecht zu werden, ist der Name des Aktionstages in den letzten Jahren immer weiter ergänzt worden, und die englische Abkürzung IDAHOBIT* ergibt sich aus International Day Against Homophobia, Biphobia and Interphobia, Transphobia. Das Datum 17. Mai bezieht sich auf den Tag, an dem 1990 der Beschluss der Weltgesundheitsorganisation erfolgte, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen, also nicht mehr als Krankheit zu bewerten.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab



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