Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 

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Magdeburg, 11. Juni 2019
Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers der Polte-Werke und der Zwangsarbeit in Magdeburg
Amt für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt lädt am 14. Juni ein

Das Amt für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg lädt am 14. Juni um 11.00 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung am Tor des ehemaligen Konzentrationslagers der Polte-Werke ein. Erinnert wird damit an die über 3.000 weiblichen und 600 männlichen Häftlinge, die bis zum April 1945 in das Lager in der Liebknechtstraße 63 deportiert worden waren. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung in diesem Jahr von der Musikerin Maria Ackermann auf der Klarinette.

 

Seit 2006 engagieren sich die Landeshauptstadt Magdeburg, die Frauen des Politischen Runden Tisches Magdeburg gemeinsam mit dem Netzwerk der jüdischen Frauen in Sachsen-Anhalt „Bereshith“ e.V., dem „Bündnis gegen Rechts“ e.V. und „Miteinander“ e.V. für die Gedenkveranstaltung und ließen 2008 eine zusätzliche Tafel mit Informationen zur Geschichte des Lagers anbringen.

 

Hintergrund: KZ-Außenlager der Polte-Werke

Am 14. Juni 1944 erreichte ein Transport von etwa 1.000 weiblichen Häftlingen die Polte-Werke in der Liebknechtstraße. Bis zur Auflösung des KZ-Außenlagers waren hier insgesamt 3.090 Frauen inhaftiert. Sie kamen aus den Konzentrationslagern Ravensbrück, Stutthof und Bergen-Belsen nach Magdeburg. Die Mehrzahl von ihnen waren polnische und sowjetische Frauen, die als Zwangsarbeiterinnen ins Deutsche Reich verschleppt worden waren. Dazu kamen 600 Jüdinnen aus Ungarn, Polen, Litauen, Lettland, Rumänien und Österreich sowie bis Kriegsende etwa 600 jüdische Männer aus Ungarn, Polen und Litauen. Darüber hinaus stammten einzelne Häftlinge auch aus Deutschland, Jugoslawien, Italien und der Tschechoslowakei. Von den Inhaftierten überlebten nur etwa 600 Frauen und wenige hundert Männer das Ende des Zweiten Weltkriegs.



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