Zusätzliche Räumlichkeiten: Kinderschutzbund in Rothenditmold baut sein Angebot aus

28. Juni 2019.

Der Kinderschutzbund hat sein Gebäude in Rothenditmold aufgestockt. Durch die Erweiterung der Räumlichkeiten ergeben sich nicht nur neue Spielmöglichkeiten für Kinder. Auch weitere Eltern-Kind-Gruppen mit separater Kinderbetreuung, die im Stadtteil dringend gebraucht werden, können jetzt eingerichtet werden. Die Kosten in Höhe von 205.000 Euro kommen zu etwa zwei Dritteln aus dem Programm Soziale Stadt, ein Drittel gab die Stadt dazu.

 

„Wir freuen uns, dass es so schnell gelungen ist, diese wichtigen Räume im Stadtteil zu schaffen“, so Stadtbaurat Christof Nolda. Aus aktuellen Anlass konnte das Vorhaben als Einzelmaßnahme im Programm Soziale Stadt im Jahr 2018 beantragt werden. Sowohl auf Stadtteilebene als auch bei den involvierten Fachämtern bestand Einigkeit der hohen Priorität für die neuen Räumlichkeiten.

 

„Unser Familienzentrum platzte aus allen Nähten und jetzt kann endlich die Beratungsstelle in den ersten Stock ziehen. Der große Gruppenraum im Erdgeschoss mit 51 m² wird jetzt vom Familienzentrum mitgenutzt und bietet viele Möglichkeiten weitere Gruppen einzurichten. Außerdem gibt es direkte Zugänge zur Terrasse, so dass auch draußen gespielt werden kann“, so die Hausherrin und Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Dörte Wahlen.

 

Das Familienzentrum ist im Mittelpunkt des Stadtteils Rothenditmold zu einem beliebten Treffpunkt für alle Altersgruppen und zu einem festen Bestandteil der vernetzen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Stadtteil geworden. Das Haus bietet eine Beratungsstelle für Kinder und Eltern, ein Familienzentrum sowie die Geschäftsräume des Kinderschutzbundes. Besonders die Eltern-Kind-Angebote im Familienzentrum wurden und werden aufgrund der prekären Situation im Stadtteil (Wartelisten für Kindergartenplätze) benötigt. Es gibt erhebliche Bedarfe und Anfragen von Gruppen im Stadtteil, die das ehemalig bestehende Raumangebot im Gebäude nicht abdecken konnte.

 

Der Kinderschutzbund wurde bereits im Jahr 2015 mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt unterstützt. Die Mittel wurden für den Erwerb des Grundstücks und Abriss des Gebäudes in der Wolfhager Straße 170 eingesetzt. Die Kosten für die Neubebauung des Grundstücks mit einem Familienzentrum wurden aus eigenen Mitteln des Kinderschutzbundes und eingeworbenen Stiftungsmitteln aufgebracht. Eine Aufstockung des Gebäudes war von Beginn an vorgesehen und geplant. Aufgrund der fehlenden Finanzierung wurde zum damaligen Zeitpunkt von der Aufstockung abgesehen. Nunmehr hat sich die erneute Möglichkeit einer Finanzierung zur Erweiterung des Raumangebotes im Familienzentrum aus dem Programm Soziale Stadt ergeben.

 

Der Kinderschutzbund ist ein gemeinnütziger Verein, der überwiegend ehrenamtlich tätig ist. Er übernimmt wichtige Funktionen in der stadtteilbezogenen und stadtweiten Kinder-, Jugend und Familienhilfe. Der Verein finanziert sich aus Spenden und Zuwendungen. Die neuen Räumlichkeiten werden im Rahmen der täglichen Angebote öffentlich zugänglich und kostenlos sein.

 

Programm Soziale Stadt – Rothenditmold

Der Stadtteil Rothenditmold wurde in 2010 in das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt aufgenommen. Damit konnten und können eine ganze Reihe von Projekten zur städtebaulichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Erneuerung des Stadtteils realisiert werden.

 

Ziele des Programms sind städtebauliche Missstände zu beseitigen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Chancen auf Bildung und Teilhabe zu erhöhen und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Grundlage für die Arbeit ist das durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossene Integrierte Handlungskonzept, das unter anderem die Verbesserung der sozialen Infrastruktur vorsieht.

 

Für Fragen und weitergehenden Informationen stehen das Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz, Frau Schütz-Iller unter Tel. 787-6158, und Kinderschutzbund Ortsverband Kassel, Frau Wahlen, Tel. 68226, gerne zur Verfügung.

(4460 Zeichen)

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Erweiterung Kinderschutzbund Rothenditmold
©Harry Soremski/Stadt Kassel

Erweiterung Kinderschutzbund RothenditmoldFreuen sich über die neuen Räumlichkeiten des Kinderschutzbunds: (vorne v.l.n.r.) Stadträtin Esther Kalveram, Dörte Wahlen (Geschäftsführerin Kinderschutzbund), Susanne Jordan (Vorsitzende Kinderschutzbund), (hinten v.l.n.r.) Ute Zöllner (stellv. Vorsitzende Kinderschutzbund), Ortsvorsteher Hans Roth und Petra Schütz-Iller (Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz).



Stadt Kassel
Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de

Pressesprecher Claas Michaelis
Pressesprecherin für Kultur: Petra Bohnenkamp

Kassel im Internet: www.kassel.de

Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.