SVS gibt FAQ´s zur Wasserknappheit heraus!

04.07.2019 | Südlohn | Oeding

Frage Antwort
Warum wird nicht mehr Wasser gefördert? Es gibt eine Begrenzung bei den Förderrechten, die uns vorschreibt wieviel Wasser gefördert werden darf. Außerdem gab es im vergangenem Jahr keine Grundwasserneubildung, weshalb wir nur 270 m³/h statt 400 m³/h fördern können. Unsere Brunnen sind im Maximalbetrieb. Die Ergiebigkeit sinkt, wenn wir diese nicht stundenweise regenerieren.
Warum wird nicht mehr Wasser zugekauft? Wir beziehen aus Borken gerade das mögliche Maximum - es ist technisch also gar nicht möglich noch mehr Wasser zu beziehen.
Warum wird schon so früh im Sommer dieser Aufruf gestartet? Die Tagesabsatzmengen sind von der Normalmenge 7.800 m³ / Tag auf auf 12.350 m³ / Tag angestiegen  - Ein Mehrabsatz, der den normalen Absatz deutlich übersteigt!
Ursachen sind die Gartenbewässerung / Poolbefüllung von 5 - 7 Uhr und von 16 -23 Uhr.
  Durch den heißen und sehr trockenen Sommer im letzten Jahr ist unser Grundwasserstand sehr stark belastet worden und konnte sich durch den fehlenden Regen im letzten Herbst / Winter / Frühling nicht erholen. Somit steht noch weniger Grundwasser zur Verfügung als letztes Jahr zur gleichen Zeit.
Darf ich meinen Hausbrunnen bzw. mein eigenes Grundwasser benutzen? Ja, ein Hausbrunnen kann weiterhin genutzt werden. Jedoch sollte bedacht werden, dass jeder Hausbrunnen die Grundwasserleiter belastet.
Die meisten Hausbrunnen befinden sich in höheren Gesteinsschichten als unsere Trinkwasserbrunnen, welche sich in Tiefen von 60 bis 80 m befinden.
Was ist Trinkwasser? Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1 für Mensch und Tier. Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Mittel, ohne das kein Leben möglich ist weshalb es sparsam verwendet werden soll (s. dazu die Trinkwasserverordnung und das WHG). 
Wie viele Brunnen gibt es und wie tief sind die Brunnen? Es gibt fünf Brunnen, welche zwischen 60 bis 80 Meter tief sind.
Wie viele Trinkwasserbehälter gibt es? Es gibt zwei Trinkwasserbehälter mit je 3.000 m³ Speichervolumen, die überwiegend nachts wieder gefüllt werden.
Ist die Trinkwasserversorgung sichergestellt, wenn auf Gartenbewässerung und Poolbefüllung verzichtet wird? Ja. Wenn auf Gartenbewässerung und Poolbefüllung verzichtet wird, ist die Trinkwasserversorgung sichergestellt. 
Womit sprengen die Kommunen die öffentlichen Anlagen? Für die städtische Bewässerung wird Brauchwasser genutzt, kein Trinkwasser.
Kann der Aufruf  nicht zu bewässern kontrolliert und geahndet werden? Ja, aber es wird auf die Einsicht und das Verständnis der Bevölkerung gesetzt, dass das Lebensmittel Nr. 1 Trinkwasser ein hohes Gut für die Allgemeinheit darstellt.
Welche Maßnahmen / Katastrophenplan gibt es, um Industrie und Landwirtschaft durchgehend mit Wasser zu versorgen? Entsprechend des gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmenplans für Wasser gibt es weitere Überlegungen und interne Planszenarien, damit es für alle sichergestellt werden kann.
Der Aufsichsrat hat beschlossen eine neuen Trinkwasserspeicher und einen neuen Brunnen als Entlastungsbrunnen zu bauen.
Außerdem laufen Planungen, wie die Transportleitung für den Wasserbezug optimiert werden kann. 
Bekommen die Kunden Bescheid, wann das Wasser abgedreht wird und für wie lange? Wenn alle mithelfen unser Trinkwasser zu schützen wird es nicht nötig sein das Trinkwasser abzustellen.
Sollte es doch dazu kommen werden wir natürlich zeitnah alle betroffenen Personen darüber informieren.
Welche Maßnahmen kann man präventiv ergreifen, für den Fall, dass das Wasser abgedreht wird? Wir versuchen alles, auch mit Ihrer Hilfe, dass es dazu nicht kommt.
Sicherlich ist es für einen hoffentlich nicht eintretenden Fall gut, Mineralwasser vorrätig zu haben.
Kann die SVS nicht die Besprengung verbieten? Wir sind davon überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger Trinkwasser als ein Lebensmittel anerkennen und sich entsprechend zum Wohle aller verhalten.
Die SVS darf außerdem als Trinkwasserversorger keine ordnungsbehördlichen Maßnahmen erlassen. 
Warum wurden die Bürger nicht schon früher dazu aufgefordert Wasser zu sparen? Ab dem 23.06.2019 erhöhte sich die Abnahme unerwartet drastisch, sodass die Speicher nicht mehr vollständig gefüllt werden konnten. Die Füllstände sanken jeden Tag um täglich 50 cm bis auf 1,50 Meter. 
In den Medien wird von einer leichten Entwarnung gesprochen. Ist das Thema damit abgehakt? Das Thema Wasserknappheit ist immer noch präsent! Die Tagesabgabemenge liegt noch auf einem deutlich überdurchschnittlichen Niveau.
Auch die Wetterprognosen sagen keinen Regen voraus, der für die Natur so dringend notwendig ist.
Selbst, wenn es mehrere Tage regnen würde, gäbe es keine Entspannung beim Grundwasserspiegel.
Damit sich die Grundwasserstände erhöhen, bedarf es schon einer sehr langen Regenzeit.
In der Konsequenz bedeutet dies, dass aktuell nicht mehr Wasser gefördert werden kann. Es fehlen immer noch 1/3 der Fördermöglichkeiten im Vergleich zu Jahren mit normalem Grundwasserspiegel.
Ein erhöhter externer Wasserbezug ist aus technischen Gründen nicht möglich.
Sollen wir weiter auf das Rasensprengen und Pool befüllen verzeichten? Ja, zum Wohle der Allgemeinheit und der Mitmenschen, da wir alle auf Trinkwasser angewiesen sind und dieses ein begrenzt zur Verfügung stehendes Lebensmittel ist.
Warum ist die Wasserversorgung bei manchen umliegenden Versorgern gesichert, bei anderen wiederum nicht? Wir können nicht beurteilen, inwieweit die Wasserversorgung bei anderen Versorgern gesichert ist, da die Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich sind. Unter anderem spielen Faktoren wie genehmigte Wasserförderrechte, die Anzahl und Dimension von Bezugsleitungen, die Bodenverhältnisse, die Siedlungstruktur, uvm. eine wichtige Rolle.

 

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Trinkwasserbrunnen


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