Meldungsdatum: 27.08.2019
In der Veranstaltungsreihe „Forum Kriegskinder und Kriegsenkel“ wird in offenen Diskussionsrunden den Spuren der NS- und Kriegszeit in den Familiengeschichten nachgegangen. Das Format ist eines der vielen Angebote des Museumsquartiers Osnabrück zur Erinnerungskultur und dient einer kritischen und verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Spuren der NS-Geschichte in unserer Gegenwart. Der Eintritt ist frei.
Am Dienstag, 10. September, 19 Uhr, findet unter dem Titel „Fels – Über Familiengeschichte(n) und die Macht der Erinnerung“ eine Lesung mit Kolja Mensing statt.
1940 verlieben sich eine Schülerin und ein Wehrmachtssoldat. Heiligabend 1943 verloben sie sich in aller Heimlichkeit. Kolja Mensing hat die romantische Geschichte seiner Großeltern oft gehört. Als seine Großmutter ins Krankenhaus kommt, lässt er sie sich trotzdem nochmal erzählen - und diesmal wird auch Albert Fels erwähnt. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wird der jüdische Viehhändler und Nachbar in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen und kehrt nicht zurück. „Man weiß ja, was damals passiert ist“, sagt die Großmutter, und damit verdunkeln die Schatten von Euthanasie und Holocaust auch die romantische Liebesgeschichte. Doch als Kolja Mensing versucht, mehr über Fels zu erfahren, wird es kompliziert: Welchen Platz nimmt er in der Familienerinnerung ein? Und: Wie ist er tatsächlich ums Leben gekommen?
Die Veranstaltungen des „Forums Kriegskinder und Kriegsenkel“ finden in der Regel monatlich in der Villa Schlikker jeweils um 19 Uhr statt.
Pressekontakt: Claudia Drecksträter | Öffentlichkeitsarbeit Museumquartier Osnabrück | Lotter Str. 1 | 49078 Osnabrück | Telefon 0541 323-4581 | E-Mail: dreckstraeter@osnabrueck.de
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