Pressedienst des Kreises Borken vom 07. 08. 2019

Dreiteilige Serie zur diesjährigen Berufsorientierungsmesse Ahaus
Teil 1: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik am Berufskolleg für Technik in Ahaus / Bildungsgang präsentiert sich bei der BOMAH 2019 am 8. und 9. Oktober





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Kreis Borken/Ahaus.

„Das sind die Fachkräfte, die Leute immer brauchen, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung haben“, beschreibt  Ulrich Krause, Koordinator Bildungsgang handwerkliche Metallberufe am Berufskolleg für Technik Ahaus, den Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK). „Wir sind sozusagen die Gas-Wasser-Polizei“, ergänzt Oleg Cernov, Auszubildender des Bildungsgangs in Ahaus, lachend. Denn: Vor allem bei Problemen mit Gas und Wasser in einem Gebäude brauchen die Menschen schnelle Hilfe. Um diese Arbeit ausführen zu können, absolviert der 25-Jährige aus Gronau gemeinsam mit Frederik Hollekamp (19) aus Ahaus-Wüllen, Marius Kaluza (18) aus Gronau und Marek Kernebeck (22) aus Gronau derzeit die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK.

Die vier jungen Männer befinden sich derzeit im ersten Ausbildungsjahr und besuchen ein- bis zweimal pro Woche gemeinsam den Unterricht am Berufskolleg für Technik. Den praktischen Teil der Ausbildung absolvieren sie an den anderen Wochentagen in unterschiedlichen Handwerksunternehmen im Kreis Borken. In den Firmen erlernen sie den Beruf mit verschiedenen betrieblichen Schwerpunkten. „Als Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker SHK müssen wir beispielsweise Trinkwasser- und Heizungsleitungen montieren“, erklärt Frederik Hollekamp. „Zudem werden erneuerbare Energien immer wichtiger. Daher gehört die Montage von solarthermischen Anlagen auf Dächern auch zu unserer Arbeit“, fügt Marius Kaluza hinzu. Darüber hinaus kümmern sich Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker SHK um die Instandhaltung von komplexen Anlagen und Systemen der Versorgungstechnik auf Baustellen, in Wohn- und Betriebsgebäuden sowie in Werkstätten. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Dienstleistungsbereich beim Kunden. „Dazu zählen zum Beispiel Reparaturen an Blockheizkraftwerken, Heizungen und Wärmepumpen“, berichtet Kaluza.

Vor allem der abwechslungsreiche Arbeitsalltag gefällt den Auszubildenden an dem Handwerksberuf. „Wir sind oft unterwegs und haben viele unterschiedliche Kunden. Bei uns wird es nie langweilig und man sieht nach getaner Arbeit immer ein Ergebnis“, freut sich Frederik Hollekamp. Das bestätigt auch Marek Kernebeck: „Mal sind wir im Keller, ein anderes Mal auf dem Dach tätig.“ Unter anderem der direkte Kundenkontakt bereitet Oleg Cernov Freude: „Wenn wir das Problem der Kunden behoben haben, ist ihre Dankbarkeit oft sehr groß.“ Das sei vor allem an Wochenenden und Feiertagen der Fall: „Die meisten Betriebe haben einen Notdienst. Das ist auch sehr wichtig, weil wir nicht einfach Feierabend machen können, wenn bei einer Familie im Winter die Heizung kaputt ist“, betont Marius Kaluza. Frederik Hollekamp hebt hervor, dass sie als Anlagenmechaniker SHK auch etwas für die Umwelt tun: „Beispielsweise sorgen wir mit dem Einbau von Solarthermie-Anlagen für weniger Kohlenstoffdioxid-Ausstöße. Zudem werden die Heizungsanlagen, die wir montieren, immer ressourcenschonender.“

Was Interessierte für die Ausbildung zur Anlagenmechanikerinnen bzw. zum Anlagenmechaniker SHK mitbringen sollten, weiß Marek Kernebeck: „Handwerkliches Geschick und räumliches Denken sind wichtig in dem Beruf. Zudem haben mathematische und physikalische Grundkenntnisse besondere Bedeutung, da beispielsweise die Energie einer Heizung von der Hausgröße, Dämmung und Einwohnerzahl abhängig ist.“ Man sollte auch ein Gefühl für Ästhetik und Genauigkeit haben. „In der Mittelstufe planen die Auszubildenden deshalb mit einem 3-D-Programm ein Badezimmer, um zum Beispiel zu sehen, wo Sanitäranlagen am besten stehen können“, erläutert Koordinator Ulrich Krause.

Warum so wenige Frauen den Beruf ausüben, kann Krause nicht verstehen. „In 20 Jahren hatten wir lediglich zwei weibliche Auszubildende“, beklagt er. Die Arbeit sei jedoch auch für Frauen machbar: „Die Aufgaben sind körperlich oft anstrengend. Jedoch arbeiten wir immer im Team. Schwere Gegenstände lassen sich also gemeinsam tragen“, stellt Oleg Cernov heraus.

Nach der Ausbildung können sich Absolventinnen und Absolventen zum Beispiel auf eine der drei Richtungen – Sanitär-, Heizungs- oder Klimatechnik – spezialisieren. Zudem sind eine Weiterbildung zum Handwerksmeister SHK und der Besuch einer Technikerschule (Schwerpunkt Versorgungstechnik) möglich. Außerdem kann nach der Ausbildung die Fachhochschulreife erworben und ein Studium angeschlossen werden. So wollen auch Frederik Hollekamp und Marek Kernebeck später studieren. Die beruflichen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt seien sehr gut: „Es ist ein Beruf, den man immer braucht. Guter Nachwuchs wird auf jeden Fall gesucht“, weiß Ulrich Krause.

Berufsorientierungsmesse BOMAH am 8. und 9. Oktober in Ahaus
– Allgemeine Informationen –
Die eigenen Interessen, Kompetenzen und Ziele zu kennen, ist oft gar nicht so einfach. Das gilt vor allem für junge Leute, die sich speziell während der Berufsorientierung damit auseinandersetzen müssen. Dabei haben sie wichtige Fragen zu beantworten wie: In welche Richtung soll es künftig gehen? Studium, Beruf oder eine schulische Ausbildung? Welches Berufsfeld passt zu den eigenen Interessen? Welche Anforderungen stellt die Arbeitswelt? Eine Hilfe bei der Orientierung und Entscheidungsfindung ist da nun schon zum 23. Mal die Berufsorientierungsmesse BOMAH in Ahaus. Sie findet in diesem Jahr erneut an zwei Tagen – am 8. und 9. Oktober 2019 – auf dem Gelände der drei Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises Borken statt.

Bei der BOMAH zeigen unterschiedliche Hochschulen, Innungen, Unternehmen und viele weitere Ausstellerinnen und Aussteller, welche Möglichkeiten es für junge Menschen in unserer Region gibt. Rund 100 Ausbildungsberufe – sowohl klassische als auch neue Berufsbilder – werden dort vorgestellt. Die Schirmherrschaft über die Berufsorientierungsmesse hat Landrat Dr. Kai Zwicker übernommen. Die BOMAH ist am Dienstag, 8. Oktober, von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 9. Oktober, sind die Ausstellerinnen und Aussteller von 8 bis 13 Uhr vor Ort.

Seit einigen Jahren gibt es auch eine kostenlose „BOMAH-App“. Sie ist eine Alternative beziehungsweise sinnvolle Ergänzung zum Flyer, den es auch weiterhin zur Orientierung gibt. Sie kann über einen QR-Code auf den Flyern und Plakaten sowie über den App-Store des Smartphones heruntergeladen werden.

Der Eintritt zur BOMAH ist frei. Eine Anmeldung ist – mit Ausnahme der Schulen – nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Berufsorientierungsmesse gibt es im Vorfeld der Messe unter www.bomah.de.



Pressekontakt: Kreis Borken, Ellen Bulten 02861 / 82-2111

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Absolvieren derzeit eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik am Berufskolleg für Technik in Ahaus: Marek Kernebeck, Marius Kaluza, Frederik Hollekamp und Oleg Cernov.



     

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