Meldungsdatum: 29.10.2019

„Herderstraße 22 – Zur Geschichte und Zukunft eines Osnabrücker Hauses“

„Forum Kriegskinder und Kriegsenkel“ im November mit Andreas Ottmer

In der Veranstaltungsreihe „Forum Kriegskinder und Kriegsenkel“ wird in offenen Diskussionsrunden den Spuren der NS- und Kriegszeit in den Familiengeschichten nachgegangen. Das Format ist eines der vielen Angebote des Museumsquartiers Osnabrück zur Erinnerungskultur und dient einer kritischen und verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Spuren der NS-Geschichte in unserer Gegenwart. Der Eintritt ist frei.

Am Dienstag, 12. November, 19 Uhr, findet das Forum unter dem Titel „Herderstraße 22 – Zur Geschichte und Zukunft eines Osnabrücker Hauses“ mit Andreas Ottmer statt.

Das 1929 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtete Wohnhaus Nr. 22 in der Herder­straße hat eine tragische Geschichte zu erzählen. Es gehörte einst der Familie des Osnabrücker Tuchhändlers Raphael Flatauer. Im Zuge der rassistischen Verfol­gungspolitik der Nationalsozialisten wurde das Gebäude 1939 zwangsversteigert. Raphael und seine Frau Alma wurden 1943 in Auschwitz ermordet. Ihre Söhne Kurt und Hans überlebten den Holocaust in Palästina und England.

Die Veranstaltungen des „Forums Kriegskinder und Kriegsenkel“ finden in der Regel monatlich in der Villa Schlikker jeweils um 19 Uhr statt.

Pressekontakt: Heiko Mitlewski | Fachbereich Kultur | Tel. 0541 323-3217 | E-Mail: mitlewski@osnabrueck.de