28. August 2019.
Ein Angebot für junge Menschen zur Überwindung von sozialen Benachteiligungen und individuellen Beeinträchtigungen beim Übergang von der Schule in den Beruf ist das Projekt des Bundes „JUGEND STÄRKEN im Quartier“. Kassel ist auch in der zweiten Förderperiode wieder daran beteilig, wie Stadträtin Ulrike Gote seitens der Stadt Kassel mitteilte. Hauptzielgruppe des Projektes sind zugewanderte junge Menschen aus Osteuropa ab zwölf Jahren bis zum Ende des 26. Lebensjahrs, die einen individuellen Förderbedarf haben, um im schulischen oder beruflichen System an- und voranzukommen. Auch Jugendliche mit einer Flüchtlingsbiographie werden zur Stabilisierung individuell in den Schulen gefördert.
„Die Stadt Kassel hatte bereits in der ersten Förderperiode des Bundesprogramms “Jugend stärken im Quartier“ von 2015 bis 2018 erfolgreich gearbeitet. Im Rahmen des Projektes wurden 254 Einzelfälle erfolgreich betreut“, berichtete Ulrike Gote
Jugendliche in ihren Potenzialen stärken und aktivieren durch drei Bausteine
Im Januar 2019 startete die zweite Förderperiode, die bis Juni 2022 läuft. Die Koordination und Durchführung hat das Jugendamt der Stadt Kassel und dort die Lokale Koordinierungsstelle in der Kinder- und Jugendförderung inne. Das Projekt besteht aus den drei Bausteinen: Case-Management an weiterführenden Schulen, Mobile Jugendarbeit und Mikroprojekte der freien Träger der Jugendberufshilfe.
Das Case-Management unterstützt durch intensive sozialpädagogische Einzelfallarbeit die Jugendlichen der drei Stadtteilschulen Carl-Schomburg-Schule, Schule Hegelsberg sowie die Mittelstufenschule Valentin-Traudt. Die Mobile Jugendarbeit sucht die Jugendlichen an ihren Treffpunkten im öffentlichen Raum auf.
Die Jugendlichen werden dabei durch verschiedene sozialpädagogische Angebote und Unterstützungsmaßnahmen in ihren Potenzialen gestärkt und aktiviert. „Die Kompetenzen und Fähigkeiten werden individuell im Einzelsetting, auch im Kontakt mit Eltern, in den Blick genommen und gezielt auf- und ausgebaut. Die Wünsche und Bedarfslagen der Jugendlichen werden in Beteiligungsverfahren ernstgenommen und bei der Weiterentwicklung des Projektes mitberücksichtigt.“
Im sozialen Umfeld der jungen Menschen wird gezielt nach weiteren Netzwerkpartnern gesucht, die sich für die Perspektiven der Jugendlichen einsetzen. Mikroprojekte mit Mehrwert für das Quartier und dessen Bewohnerinnen und Bewohner stärken die jungen Menschen und Quartiere, in denen sie leben. „Damit wird ein wichtiger Beitrag zu einer integrierten, sozialen Stadtentwicklung geleistet und die bereits vorhandenen Strukturen unterstützt und weiterentwickelt“, betont Jugenddezernentin Ulrike Gote.
Hintergrund
Mit "JUGEND STÄRKEN im Quartier" (JUSTiQ) bündeln zwei Bundesministerien die Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) für ein gemeinsames Programm:
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).
Diese unterstützen in der aktuellen ESF-Förderperiode die Angebote für junge Menschen zur Überwindung ihrer sozialen Benachteiligungen und den individuellen Beeinträchtigungen am Übergang von der Schule in den Beruf.
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Informationen
Koordination:
Cornelia Stephan
Tel.: 787 5105
E-Mail: cornelia.stephan@kassel.de
Case-Management an Schule:
Link zu Bundesseite
https://www.jugend-staerken.de/programme/jugend-staerken-im-quartier.html
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Stadt Kassel
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