Lesung der Stadtschreiberin: „Tränen habe ich nicht mehr, Schreie hatte ich nie, jetzt kommen die Worte“
Am 11.09. um 19.00 Uhr im KUBUS 2025/Auszug aus Romanmanuskript
Der September hat begonnen und damit der letzte Amtsmonat der diesjährigen Magdeburger Stadtschreiberin Nele Heyse. Aus diesem Anlass möchte Heyse ihr Schaffen mit einem Ausschnitt aus ihrem Romanskript „Zerbrechliche Welten“ am 11. September 2019 den Magdeburgerinnen und Magdeburgern vorstellen. Die Lesung beginnt um 19.00 Uhr im KUBUS 2025 hinter dem Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen.
Nele Heyse liest dann den Text „Tränen habe ich nicht mehr, Schreie hatte ich nie, jetzt kommen die Worte“, der von einer alten Dame handelt, die in der DDR sozialisiert wurde und einem jungen Mann aus ihrem Leben berichtet, der sich aus enttäuschter Liebe aktiv seiner Zukunft entzogen hat. Ihr hilft letztendlich selber die Liebe noch einmal ganz neu anzufangen. Eine berührende und wandlungsträchtige Handlung, die Lust macht, mehr über den Roman bei Nele Heyses Marathonlesung am 28. und 29. September 2019 jeweils ab 12.00 Uhr im Forum Gestaltung zu erfahren.
Der Eintritt zur Lesung ist frei!
Biographie Nele Heyse
Nele Heyse wurde 1954 in Meiningen geboren und wuchs in Weimar auf und ging dort bis zum Abitur zur Schule. Acht Jahre davon absolvierte sie auf der Sprachheilschule, weil sie unter Stottern litt. Da sie sich nur im Spiel und im Schreiben von ihren massiven Sprachhemmungen befreit fühlte, stand für sie schon früh fest, Schauspielerin zu werden und das Schreiben daneben nie aufzugeben. Von 1973 bis 1977 studierte sie an der Berliner Schauspielschule, der späteren „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“. Nach dem Studium ging sie vielfältige Engagements ein in unterschiedlichen Orten.
So begann sie am Berliner Ensemble, es folgten die Theater in Meiningen und Schwerin. 1984 verließ Nele Heyse mit ihrem Sohn die DDR. Es folgten Festengagements in Basel, Mannheim, Bremen, Leipzig und am Deutschen Theater Berlin. Seit 2001 ist sie gastierend unterwegs, u.a. in München, Zürich, Bozen, Tel Aviv, Weimar und Halle. In den Freiräumen widmet sie sich dem Schreiben und bemühte sich um erste Veröffentlichungen in Verlagen. So erschien 2013 der erste Roman: „HALTEWUNSCHTASTE“ im Mitteldeutschen Verlag, 2016 folgte ebenda der Lyrikband: „ZEIT IST EINE KUGEL“ (mit einem Vorwort von Christoph Hein) und 2017: „HUNDERTEINS EINSATZGESCHICHTEN“ (Vorwort H.-E. Wenzel), Geschichten, die jeweils in nur einem Satz erzählt werden. Der Roman Haltewunschtaste erschien auch als Hörbuch im BUCHFUNK Leipzig.
Davor veröffentlichte Nele Heyse in Literaturzeitschriften, Anthologien oder Theaterprogrammen bzw. las oder spielte ihre Texte. Als Schauspielerin war es ihr schon immer ein Bedürfnis, mit ihren Texten lesend, vortragend oder auch spielend an die Öffentlichkeit zu treten. So existiert eine größere Menge noch nicht publizierter Texte, die zum Teil schon deutschlandweit, aber auch in Israel oder auf Übersee vor Publikum bestanden haben.
Im Rahmen der Aufgaben als Stadtschreiberin hat sie sich sehr aktiv von März bis zum jetzigen September in der Stadt eingebracht, zum Beispiel in einer Wandellesung im Klosterbergegarten, einer Lesung im Café Central, mit einer Performance auf dem Heinz-Kunstmarkt in Buckau oder auch als Schauspielerin in der diesjährigen Aufführung von „Olvenstedt probiert’s“, bei der sie sich selber als Stadtschreiberin spielte.
Anknüpfend an den Erfolg ihrer Geschichten in nur einem Satz, die sich befreundete Künstlerkollegen z.T. für ihre Programme ausliehen und die sie selbst auch gern in Wunschlesungen – auf Zuruf der Zuhörerschaft – präsentieren, wollte sie während des Magdeburg-Aufenthalts ihr Vorhaben „33 DreisatzLiebesgeschichten“ zu schreiben, verwirklichen. Auch diese sollen von einem bildenden Künstler illustriert werden.
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