Meldungsdatum: 05.09.2019
Das Büro für Chancengleichheit der Stadt Borken, welches jedes Jahr eine Frauenbildungsreise anbietet, unternahm in diesem Jahr eine Reise der besonderen Art: Eine Studienreise in die Terra Magica, in die Wüstenlandschaft der “Bardenas Reales“ in Spanien.
Der „Bardenas Reales Park“ ist eine beeindruckende Wüstenlandschaft, die mit ungewöhnlichen Felsformationen bestückt ist und unter anderem wohl zu den schönsten Drehorten der Kultserie „Game of Thrones“ zählt.
Der Naturpark liegt bei „Tudela“ im Südosten der Navarra und ist eine natürliche Halbwüste, die seit 2000 als Biosphärenreservat der UNESCO gilt.
Gleißende Hitze umfing die mitreisenden Frauen bei ihrer Erkundungstour durch die urgeschichtlichen Erdformationen, die einer Mondlandschaft nicht unähnlich sind. Thematisiert wurde nicht nur die Erdgeschichte, sondern auch die Geschichte des „Matriarchats“ und der „Mutter Erde“.
Die Navarra, ein noch wenig erschlossenes Gebiet Spaniens, hat eine lange historische Vergangenheit, die beim Besuch der Städte Medinaceli, Tudela, Olite und Saragossa deutlich wurde.
Medicaneli, begrüßte die Frauen als erste Stadt der Rundreise schon von weitem mit ihrem Wahrzeichen dem „Arco Romano“, dem einzig dreitorigen Ehrenbogen aus römischer Zeit in Spanien. Hiermit begann der Einstieg in die Zeitreise, in das sagenumwobene KönigInnenreich Navarra.
Weiter ging es im klimatisierten Bus nach Tudela, einer Stadt mit traditionsreichen Festen. Das Patronatsfest zu Ehren der Heiligen Anna ist eine sieben Tage lange, pausenlose Party bei der der Tanz der "Rebellin" (span. "La Revoltosa") jeden Tag beim Pavillon auf der Plaza de los Fueros viele Schaulustige anlockt. Die Stadt Tudela hat außerdem eine sehr aktive Frauenpolitik, es gibt einen „Rat der Frauen“, der sich aus verschiedenen Organisationen zusammensetzt.
Am nächsten Morgen erreichten die Reisenden Olite, um den „Palacio Real de Olite“ zu besichtigen. Er wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war Sitz der Könige und Königinnen der Navarra: Die Modernität dieses Palastes erstaunt - hier wurde an nichts gespart: Moderne Wasserleitungen, Heizungsrohre, unzählige verwinkelte Türme, viele Außenterrassen und ein besonderes Kühlsystem für den Sommer.
Eine Besonderheit ist ein „hängender Garten“ für die Königin in der zweiten Etage - eine für die damalige Zeit ausgezeichnete statische Meisterleitung.
Ein weiteres Highlight der Reise war der Besuch der Stadt Saragossa. Zunächst wurde der „Aljaferia Palast“ besucht, der ganz im maurischen Stil aus dem 11. Jahrhundert erbaut wurde und heute Parlamentssitz ist.
Nach einer Stadtrundfahrt empfing die Frauen der grandiose Vorplatz zur Kathedrale „Basilica del Pilar“. Von hier aus betraten sie die beeindruckende Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert mit den berühmten farbenfrohen Außenkuppeln, dem Altar zu Ehren der Jungfrau Maria und den Fresken von Goya.
Ein besonderer Schwerpunkt der Reise befasste sich mit dem literarischem Wirken der Königin Margarete von Navarra, die als Verfasserin des „Heptamerons“ Berühmtheit erlangte. Sie beherrschte sieben Sprachen und schrieb ihre Texte meist nebenbei in ihrer Sänfte, wenn sie über Land getragen wurde. Margarete von Navarra, die Schwester König Franz I., war die glänzendste und, wie die Chronisten rühmen, liebenswürdigste Gestalt der französischen Renaissance. Sie förderte die Künste und Wissenschaften, unterstützte die kirchlichen Reformbewegungen, auch wenn sie selbst den alten Glauben beibehielt, und baute und unterhielt viele Spitäler, u. a. das erste Pariser Kinderspital. Zweimal unglücklich verheiratet, von häufigen Schwangerschaften und Fehlgeburten belastet, fand sie Ausgleich und später Zuflucht im Schreiben.
Ihr berühmtestes Werk ist das „Heptameron“ eine Boccaccios Decamerone nachgestaltete, unvollendet gebliebene Sammlung von 72 Novellen (100 waren geplant), die erst neun Jahre nach ihrem Tod erschien. Sie schildert das Leben ihrer Gesellschaftsschicht mit Witz und Charme - ein spannendes Zeitdokument von hoher literarischer Qualität, das heute zur Weltliteratur zählt.
Stadt Borken
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
-Pressestelle-
Im Piepershagen 17
46325 Borken
Telefon (02861) 939-106
Telefax (02861) 939-62-106
Internet: http://www.borken.de/
Facebook: http://www.facebook.com/BorkenStadtverwaltung
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
Die Pressestelle " Stadt Borken" ist Mitglied bei presse-service.de [ www.presse-service.de]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und als RSS-Feed oder E-Mail abonnieren.