Meldungsdatum: 05.09.2019

Helmut-Kohl-Platz an der Kreuzung Martinistraße/Wallring

Stresemannplatz, Theodor-Heuss-Platz, August-Bebel-Platz oder Willy-Brandt-Platz. Dies sind die Namen der Kreuzungen im Bereich des Wallrings, die bereits auf berühmte deutsche Politiker verweisen. Nun ist die Zeit gekommen, um an eine weitere berühmte politische Persönlichkeit der letzten 35 Jahre zu erinnern, an den früheren Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Eine Vorentscheidung hierzu fällt der Kulturausschuss in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 12. September. Infrage für die Benennung kommt die Kreuzung Martinistraße/Wall.

Nach einer interfraktionellen Sitzung wurde die Verwaltung beauftragt, einen geeigneten Ort für einen Helmut-Kohl-Platz zu finden. Bereits 2018 gab es die Idee, den Berliner Platz entsprechend umzubenennen. Die öffentliche Diskussion führte allerdings dazu, diesen Vorschlag noch einmal zu überdenken. Abgesehen davon sind die Hürden für eine Umbenennung einer Straße oder eine Platzes auch ungleich höher als die für eine Neubenennung.

Der Kreuzungsbereich Martinistraße, Neuer Graben, Schlosswall, Heger-Tor-Wall ist prädestiniert für den Namen „Helmut-Kohl-Platz“: Zum einen besitzt der Kreuzungsbereich noch keinen Namen, er muss als nicht umbenannt, sondern lediglich neubenannt werden. Zum anderen sind auch keine Häuser betroffen, was bedeutet, dass Anwohner ihre Adressen nicht ändern müssen.

Stellt sich noch die Frage, warum Straßenbenennungen im Kulturausschuss und nicht beispielsweise im Ausschuss für Stadtentwicklung und Um-welt behandelt werden. Die Antwort ist ganz einfach: Straßen werden häufig nach verstorbenen Persönlichkeiten benannt. Daher geht es also um das Thema Erinnerungskultur. Und diese wird im Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück behandelt.

In der Begründung der Verwaltung heißt es unter anderem „Dr. Helmut Kohl soll wegen seiner bedeutenden Verdienste, insbesondere bei der deutschen Wiedervereinigung und in der Europapolitik, durch die Benennung eines Plat-zes nach ihm gewürdigt werden. Auf die übliche Wartezeit von mindestens drei Jahren nach dem Todeszeitpunkt der zu ehrenden Person wird in diesem Fall verzichtet.“

Die Sitzung des Kulturausschusses findet statt am Donnerstag, 12. September, 17 Uhr, im Stadthaus 1, Zimmer 717/718, Natruper-Tor-Wall 2, Osnabrück. Der Sitzungsraum ist rollstuhlgerecht zu erreichen.

Pressekontakt: Gerhard Meyering | Telefon: 0541 323-4558 | E-Mail: meyering@osnabrueck.de