Meldungsdatum: 20.09.2019

Schul- und Sportausschuss berät über Aus- und Neubau der Grundschule Atter

Im Mai 2018 hat der Rat der Stadt Osnabrück die Verwaltung damit beauftragt, ein Raumprogramm für den 3,5-zügigen Ausbau der Grundschule Atter zu einer Ganztagsschule zu erarbeiten. Als die Fachleute der Stadt daraufhin die Schulgebäude untersuchten, stellten sie fest, dass der eingeschossige Trakt aus den 1960er Jahren neben den bekannten baulichen Defiziten auch großflächig mit gebundenen, asbesthaltigen Putzen und Spachtelmassen belastet ist. Deshalb berät der Schul- und Sportausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 24. September, um 17 Uhr im Ratssitzungssaal des Rathauses über einen Abriss und Neubau des betroffenen Gebäudes.

In dem Trakt sind unter anderem Verwaltungsräume, die Pausenhalle und vier Klassenräume untergebracht. Um ihn zu erhalten, müsste er nicht nur grundsaniert werden. Auch eine entsprechende Schadstoffsanierung wäre erforderlich. Darüber hinaus weist das Hausmeisterhaus ebenfalls bauliche Mängel sowie Defizite beim Brandschutz auf. „Die zu sanierenden Bauteile und die schlechte Gebäudesubstanz stellen keine zukunftsfähige, wirtschaftliche Alternative zu einem Neubau dar“, betont Stadtbaurat Frank Otte. Deshalb schlägt die Verwaltung vor, den Trakt abzureißen und durch einen Neubau im Passivhausstandard zu ersetzen.

„In diesem Neubau würde fast der komplette Schulbetrieb inklusive einer Mensa untergebracht“, sagt Dirk König, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement. Den verbleibenden alten Gebäudeteil könnte die Schule dann für den Werkunterricht und den Ganztagsbetrieb nutzen. Im Obergeschoss gäbe es einen Mitarbeiterraum, einen Besprechungsraum und einen Lehrmittelraum. „Zudem würde ein geschützter Pausenhof entstehen, der der zentrale Zugangsbereich für die Schule wäre“, so König.

Durch die Erweiterung von einer Schule mit zwei Zügen zu einer 3,5-zügigen Ganztagsschule würde ein vollständiger Zug mit vier Klassenräumen sowie ein halber Zug mit zwei Klassenräumen zu dem bisherigen Raumangebot hinzukommen. Folglich könnten zwei der vier Jahrgänge der Schule auch vierzügig geführt werden. Die Erweiterung ist wegen des im Einzugsbereich der Grundschule Atter entstehenden Landwehrviertels erforderlich.

Die ursprünglichen Planungen hatten die Errichtung eines Erweiterungsbaus und eine teilweise Umstrukturierung der Bestandsgebäude vorgesehen. Diese Maßnahmen hätten rund 4,5 Millionen Euro gekostet. Der notwendige Abriss und der Neubau bringen nun voraussichtlich Kosten von 12,2 Millionen Euro mit sich.

Pressekontakt: Simon Vonstein | Telefon: 0541/323-4557 | E-Mail: vonstein@osnabrueck.de