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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 30.09.2019


Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Die Geschichte des „Fakes“ in der Fotografie – Vortrag am Mittwoch in der VHS Iserlohn

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Der Dozent und Fotohistoriker Michael Ebert gibt mit seinem Vortrag „Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Die Geschichte des Fakes in der Fotografie“ am Mittwoch, 2. Oktober, in der VHS im Stadtbahnhof einen spannenden Einblick in die Welt der Bildmanipulation.

Seit im Journalismus die digitale Technik die klassischen fotografischen Verfahren abgelöst hat, sind Bildveränderungen und Fälschungen einfacher denn je. Es wächst die Verunsicherung in den Redaktionen und bei den Lesern. Dabei ist die Geschichte des gefälschten oder verfälschten Bildes fast so alt wie die Fotografie selbst und beileibe kein Phänomen des Digitalzeitalters. Bereits im Krimkrieg ging man mit der Wahrheit sehr großzügig um und trug, um ein Bild vom Schlachtfeld zu dramatisieren, Kanonenkugeln zusammen. In den Zeiten totalitärer Weltmächte erreichte die Fälschung wahre Orwell’sche Dimensionen. In Ungnade gefallene Zeitgenossen wurden umgehend aus den offiziellen Bildern getilgt. Und manche historischen Retuschen sind in ihrer Qualität modernen, digitalen Manipulationen ebenbürtig.
Der Vortrag erzählt mit zahlreichen Bildbeispielen die Geschichte der manipulierten Bilder bis in die Gegenwart. Heute gehören Fake-Bilder längst zum Instrumentarium moderner Kriege. Im Nahostkonflikt sind sie gar so häufig, dass sie unter der Begrifflichkeit „Pallywood“ in die Mediensprache eingegangen sind.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Fanny-van-Hees-Saal. Karten zum Preis von acht Euro an der Abendkasse oder über eine Anmeldung (Kursnummer 192_20251) bei der VHS Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, Telefon 02371 / 217-1943, www.vhs-iserlohn.de



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

MIG 17
Laut Gerüchten soll am 4. Juni 1965 ein russischer Pilot namens Valentin Privalov mit seiner MIG 17 unter einer Brücke der Stadt Nowosibirsk geflogen sein. Es gibt sogar einen fotografischen Beweis für den gefährlichen Stunt (Foto und Quelle unbekannt).

Rede Lenin 1920
Früh gab es bereits die politisch motivierte Bildmanipulation. Stalin und Lenin zum Beispiel ließen oft unliebsam gewordene Menschen nachträglich aus den Fotos retuschieren. 1920 hielt Lenin eine Rede in Moskau. Leo Trotzki und Lew Kamenew standen im Originalbild auf den Stufen des Podestes. Auf dem retuschierten Foto wurden beide übermalt und durch Holzstufen ersetzt. G.P. Goldstein: „Lenin spricht zu Rekruten der Roten Armee.“ Moskau, 20.05.1920

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