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Fotograf Berthold Socha überlässt dem Stadtmuseum zehntausende Negative und Abzüge Münster (SMS) In seinem Werk finden sich Panoramen, Architekturen und Straßenszenen - doch es sind immer wieder die Menschen, die sein Interesse wecken und die Handlungen seiner Bilder erzählen: Berthold Socha ist leidenschaftlicher Fotograf und seit den frühen 1960er Jahren mit der Kamera unterwegs. Seine umfangreiche Sammlung hat er nun dem Stadtmuseum zum Geschenk gemacht - die Verträge mit Oberbürgermeister Markus Lewe für diese großzügige Schenkung sind unterschrieben.
Im Alter von elf Jahren beginnt Berthold Socha, 1940 in Oberschlesien geboren, mit seiner ersten Kamera - einer in den Nachkriegsjahren weit verbreiteten Daci Box - zu fotografieren. Zugleich sammelt er auch erste Erfahrungen in der Dunkelkammer. In den Berufsjahren folgt eine Leicaflex, über Jahrzehnte hinweg wird er Leica treu bleiben. In Münster ist er 1965 Gründungsmitglied der Fotogruppe Oculus, 1991 ruft er die Friedrich-Hundt-Gesellschaft zur Förderung der Fotografie ins Leben, deren Vorsitzender er viele Jahre bleibt. Die ersten Jahre des heute 79-Jährigen sind durch die Straßenfotografie des französischen Lichtbildners Henri Cartier-Bresson geprägt und dessen Schule vom Erfassen des entscheidenden Augenblicks. Auch Barbara Klemm, die große Bildchronistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wird ihn inspirieren. Die Fotografie, so Berthold Socha einmal, biete ihm auf stundenlangen Streifzügen durch Straßen, Gassen und Parks eine ganz eigene Ruhe und Ausgeglichenheit. Bis heute begleitet er das Leben in Münster, hält Augenblicke und Momente fest und schreibt so eine ganz eigene Stadtgeschichte. Foto: „Das ist eine ganz besondere Sammlung“, meinen Oberbürgermeister Markus Lewe (l.) und Dr. Axel Schollmeier vom Stadtmuseum. Fotograf Berthold Socha (Bildmitte) überlässt dem Haus an der Salzstraße seinen gesamten Archivbestand mit zehntausenden Abzügen und Negativen. Foto: Presseamt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
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