Meldungsdatum: 16.10.2019

Sonderausstellungen in Osnabrück im Dezember 2019

Museumsquartier Osnabrück

Felix-Nussbaum-Haus

Dauerausstellung zu Leben und Werk Felix Nussbaums

16.12. – 11.12.2020 „Gegenwärtig“. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler begegnen Felix Nussbaum

Die Reihe „Gegenwärtig“ baut eine Brücke von Nussbaums Leben und Werk ins Heute. Anhand zeitgenössischer künstlerischer Positionen werden im „Raum der Gegenwart“ die Aktualität der Themen Nussbaums und deren Relevanz für die heutige Gesellschaft diskutiert.

 

Kulturgeschichtliches Museum

Bis 8.3. 4. Felix Schoeller Photo Award

Fotografen aus 113 Ländern haben zur diesjährigen Ausgabe des Felix Schoeller Photo Awards über 10.000 Fotos eingesandt. Eine hochkarätig besetzte Jury traf die Auswahl in den sieben Award-Kategorien Porträt, Landschaft, Mode, Fotojournalismus, Freie/Konzeptionelle Fotografie, beste Nachwuchsarbeit und dem neu hinzugekommenen Friedenspreis. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am 19. Oktober 2019 bekanntgegeben.

Erstmals loben die Friedensstadt Osnabrück und die ortsansässige Felix Schoeller Group den „Deutschen Friedenspreis für Fotografie“ aus. Die neue Sonderkategorie im Rahmen des Felix Schoeller Photo Awards richtet sich an professionelle Fotografen weltweit. Mit 10.000 Euro Preisgeld gehört der neue Fotografiepreis zu den hochdotierten internationalen Wettbewerben. Die Preisträger

Osnabrück ist als Stadt des Westfälischen Friedens dem friedenspolitischen Engagement verpflichtet. Vor diesem Hintergrund waren die Teilnehmer des Deutschen Friedenspreises für Fotografie dazu aufgerufen, sich künstlerisch mit Voraussetzungen, Gelingen und Scheitern von Frieden auseinanderzusetzen – zwischen Ländern ebenso wie im Zusammenleben von Gesellschaften oder gar einzelnen Menschen.

Der Deutsche Friedenspreis für Fotografie ist bundesweit einmalig. Als Baustein der Kulturstrategie 2020 trägt er dazu bei, das Profil der Kulturarbeit der Stadt Osnabrück zu schärfen. Im Fokus der Kulturstrategie 2020 steht die Friedensstadt und der langfristige Ausbau des Museumsquartiers Osnabrück zu einem Friedensmuseum.

 

Bis 8.12. die bauhaustapete – neu aufgerollt

Tapeten und Bauhaus? Was nicht passt, wird passend gemacht! So oder so ähnlich hat Emil Rasch von der Hannoverschen Tapetenfabrik Gebr. Rasch & Co vielleicht gedacht, als er 1929 auf Initiative seiner Schwester, der Bauhausschülerin Maria Rasch, nach Dessau reiste, um den Bauhaus-Direktor Hannes Meyer von der Idee zu überzeugen – mit Erfolg! Im Jahr 1929 gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden des Bauhauses in Dessau entwickelt, wurde die in Bramsche bei Osnabrück produzierte Bauhaustapete ein die Bauhaus-Ära überdauernder Erfolg.

Die Ausstellung „bauhaustapete – neu aufgerollt“ spannt den Bogen von der Geschichte des Projektes, ihren Akteurinnen und Akteuren sowie der Werbekampagne über die aktuelle Neuauflage der Bauhaustapete bis hin zu der Frage nach Spuren des Bauhauses in unserem heutigen Alltag. Ziel ist ein zeitgemäßer Blick auf ein besonderes Bauhaus-Produkt, anhand dessen die Widersprüchlichkeiten der Wirkungsgeschichte des Bauhauses genauso aufgezeigt werden sollen wie dessen Utopien und Ideen für gemeinschaftliches, interdisziplinäres Gestalten.

Die Konzeption der Ausstellung versteht die Bauhaustapete explizit als Projekt, bei dem unterschiedliche Akteurinnen und Akteure aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Handwerk, Industrie und Wirtschaft trotz anfänglich konträr erscheinender Grundsätze erfolgreich kooperiert haben. Diesen Kooperationsgedanken spiegelt auch die Ausstellung wider: Sie entsteht in enger Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück, mit der Tapetenfabrik Rasch in Bramsche, zeitgenössischen Künstlern und unter Beteiligung von Osnabrücker Bürgerinnen und Bürgern.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Gang entlang der 90-jährigen Geschichte der Bauhaustapete. Sie erfahren etwas über ihren ursprünglichen Bestimmungsort, die sogenannte „Volkswohnung“, und lernen die Macher der Tapete kennen. Zudem erfahren sie etwas über die umfassende, zeitweise vom Bauhaus übernommene Werbekampagne sowie über die Geschichte der Bauhaustapete nach Ende des Bauhauses bis hin zur aktuellen Kollektion 2019. Aus eben dieser gestaltet der zeitgenössische, international bekannte Künstler Tobias Rehberger eigens für die Ausstellung im Museumsquartier Osnabrück eine großformatige Wandarbeit.

Zum Ende des Rundgangs der Ausstellung trifft man auf einen Bereich, in dem die Frage nach dem Einfluss des Bauhauses und der dort (weiter) entwickelten, vielfältigen Formensprache auf unseren heutigen Alltag gestellt wird. Diesen Raum füllen zum einen Studierende des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück mit Leben. Sie erarbeiten designhistorische Antworten auf die Frage, inwiefern in unserem unmittelbaren Lebensraum und Alltag Bezüge zum Bauhaus (re)konstruierbar sind. Zum anderen sind Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Was schläft denn da in Omas Keller” dazu aufgerufen, Objekte mit tatsächlichem oder vermeintlichem Bauhaus-Bezug beizusteuern. Gemeinsam werden die Objekte und ihre individuellen Geschichten für die Präsentation aufbereitet.

Begleitet wird die Ausstellung durch einen Katalog und ein umfassendes Vortrags-, Veranstaltungs- und Vermittlungsangebot. Großzügig unterstützt wird die Ausstellung vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Stiftung der Sparkasse Osnabrück, von der Tapetenfabrik Rasch und dem Museums- und Kunstverein Osnabrück.

Lotter Str. 2, 49078 Osnabrück, Tel. 0541/323-2207

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11 - 18 Uhr (jeden ersten Donnerstag im Monat 11 - 20 Uhr), Samstag/Sonntag 10 - 18 Uhr

 

Kunsthalle Osnabrück

Bis 2.2. Filip Markiewicz: Celebration Factory IV

Die Ausstellung ist das Produkt eines im Wandel begriffenen und von tiefen Krisen geprägten Europas, aber auch eine künstlerische Antwort auf ein neues gesellschaftspolitisches Paradigma.

Das Projekt hat nicht die Absicht, das System anzuprangern oder eine Form des politischen Aktivismus zu entwickeln, sondern schlägt eine quasi-surrealistische Sprache vor, die unterschiedliche Ausdrucksformen zusammenbringt: visuelle Kunst, Performance, Musik, Debatte und Feiern. „Celebration Factory IV“ zielt darauf ab, eine fließende, künstlerische Sprache in Übereinstimmung mit unserer Gesellschaft in ständiger Bewegung zu finden. Der polnische Philosoph Zygmunt Bauman spricht von einer flüssigen beziehungsweise „flüchtigen Moderne“, in der das Individuum im Mittelpunkt steht.

In „Celebration Factory IV“ werden Feiern und Zelebration zu Trägern eines Bewusstseins und einer Infragestellung des Systems. Nichts ist fest, die neoliberale Welt lehrt uns eine neue Art, unsere Existenz zu begreifen.

Kuratiert wird die Ausstellung von Enrico Lunghi in Kooperation mit dem Casino Luxembourg - Forum d’art contemporain, CCA Derry /Londonderry (Nordirland) und NN Contemporary Art Northampton (Großbritannien).

Hasemauer 1, 49074 Osnabrück, Tel. 0541/323-2190

Öffnungszeiten: Dienstag 13 - 18  Uhr, Mittwoch 11 - 18 Uhr, Donnerstag 11 - 20 Uhr, Freitag 11 - 18 Uhr, Samstag/Sonntag 10 - 18 Uhr 

 

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

5.12. – 19.1. Armenische Architektur und Genozid. 1915 - 2015

Welche Auswirkungen hat der Genozid auf das kulturelle Erbe der Armenier in der Türkei? Diese Frage ist der Ausgangspunkt für die Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft „Armenische Architektur und Genozid. 1915–2015“. Als Fingerabdruck des armenischen Lebens steht die Architektur im Mittelpunkt. Fotos von Familien, Arbeitsstätten, Häusern und Stadtvierteln vermitteln Eindrücke vom Leben der Armenier vor 1915. Damals gab es ca. 5.000 armenische Schulen, Kirchen und Klöster – das Leben in weiten Teilen der Türkei war multiethnisch und armenische Architektur prägte ganze Straßen- und Ortsbilder. Was wurde aus den armenischen Bewohnern und was geschah mit den Bauten? Einen Eindruck von deren Verschwinden durch Zerstörung, Umbau und Verfall vor dem Hintergrund des Genozids vermitteln exemplarisch die einzelnen Stationen der Ausstellung, die sich an ein breites Publikum ohne historische Spezialkenntnis richtet.

Markt 6, 49074 Osnabrück, Tel. 0541/323-2109

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 – 13 Uhr u. 15 – 17 Uhr, Samstag/Sonntag 11 – 17 Uhr

 

Museum am Schölerberg - Natur und Umwelt -

Bis 19.1. „Die geheime Welt der Pilze“

Pilze: Sie gehören weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren. Sie können Leben schenken und Leben nehmen. Sie sind Teil unseres Alltags und nahezu überall präsent, als Lebensmittel, Medizin und auch Gift. Sie ermöglichen als Zersetzer von abgestorbenen Pflanzen und toten Tieren das Recycling in der Natur und bilden damit das mystische Bindeglied zwischen Leben und Tod. Ohne Pilze würde unsere bekannte Welt nicht existieren. Doch noch wissen wir viel zu wenig über diese eigene, vielfältige und besonders faszinierende Lebensform.

Die Ausstellung „Die geheime Welt der Pilze“ lädt ein zu einer Forschungsreise in die verborgene Welt der Multitalente. Was sind Pilze? Wo sind sie zu finden? Welche Bedeutung haben sie für das Leben auf unserer Erde? Welche Rolle spielen sie in unserer Kultur?

Dabei wartet die Ausstellung mit einigen Superlativen auf. Unter dem Mikroskop lässt sich der Mikrokosmos der Pilzwelt entdecken, während fünf Meter hohe Pilzmodelle die Ameisenperspektive auf die Organismen ermöglichen. Lebensechte Pilzpräparate zeigen die Formen- und Farbenvielfalt von hunderten Pilzarten und lassen auch interessierte Pilzsammler auf ihre Kosten kommen. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Fachvorträgen, Exkursionen und Workshops wie Pilzbestimmungsabende schärfen den Blick für diese außergewöhnlichen Lebewesen.

Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück, Tel. 0541/323-7000

Öffnungszeiten: Dienstag 9 - 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 9 - 18 Uhr, Samstag 14 - 18 Uhr, Sonntag 10 - 18 Uhr

Pressekontakt: Heiko Mitlewski | Fachbereich Kultur | Tel. 0541 323-3217 | E-Mail: mitlewski@osnabrueck.de