Meldungsdatum: 06.11.2019
Der Sozial- und Gesundheitsausschuss berät am Mittwoch, 13. November, über die Einrichtung einer kommunalen Fachstelle zur Wohnraumsicherung und Prävention. Die Fachstelle soll als Modellprojekt für zwei Jahre die Ursachen eines drohenden Wohnungsverlustes eruieren. Ziel ist es, den betroffenen Menschen durch die Verbindung sozialer-, wohnungs- und ordnungspolitischer Aktivitäten schnell und problembezogen zu helfen, um das Wohnverhältnis zu erhalten.
„Wohnungslosigkeit als gesellschaftliches Phänomen ist vielschichtig“, so Stadträtin Katharina Pötter. „Es gibt keine homogene Gruppe der Wohnungslosen. Die Ursachen sind verschieden, die Folgen jedoch gravierend: soziale Stigmatisierung, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit, um nur einige davon zu nennen. Daher wäre die Einrichtung einer Stelle zur Wohnraumsicherung zu begrüßen.“
Die Fachstelle wird den Hilfebedarf feststellen und zu entsprechenden Unterstützungssystemen vermitteln. Vor diesem Hintergrund wird es Kooperationspartner geben, die den weiteren Ablauf begleiten werden: Zum Beispiel die Schuldnerberatung, die Suchtberatung, der Sozialpsychiatrische Dienst, aber auch der Soziale Dienst in den Justizvollzugsanstalten. Entscheidende Bedeutung kommt der Kooperation mit der Wohnungswirtschaft zu. Neben den freien Trägern sind sowohl die Wohnungsgesellschaften als auch die privaten Vermieter Partner in dem Hilfeprozess. Die Fachstelle bietet sich als Vermittlungsstelle an, um Probleme, die im Mietverhältnis entstanden sind, im Rahmen einer Wohnungsnotfallhilfe gemeinsam mit allen Beteiligten zu lösen.
Die Errichtung der Fachstelle zur Wohnraumsicherung und Prävention wird im Rahmen eines Modellprojektes für die Jahre 2020/2021 angestrebt. Der Rat entscheidet abschließend über die Einrichtung der Fachstelle.
Pressekontakt: Nina Hoss | Telefon 0541 323-4681 | E-Mail: hoss.n@osnabrueck.de
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