19. November 2019
#Kreis Viersen#
Auch kleine Mengen Fleisch kreativ verwenden und damit Abfall vermeiden - darum geht es dem Abfallbetrieb Kreis Viersen bei seiner Aktion rund um die "Europäische Woche zur Abfallvermeidung 2019".
Fleisch ist ein teures und in der Produktion aufwändiges Lebensmittel: Für den durchschnittlichen Jahresbedarf an Fleisch eines Bundesbürgers von 88 Kilogramm werden viele Ressourcen verbraucht. Für Aufzucht, Fütterung Transport und Verarbeitung wird der Ertrag von 1.000 Quadratmetern Land benötigt. Da Frischfleisch mit einer Lagerdauer von etwa ein bis drei Tagen im Vergleich zu anderen Lebensmitteln nur kurze Zeit haltbar ist, sollte der zügige Verbrauch im Auge behalten werden.
Um dieses Lebensmittel vor dem Verderb zu schützen, gibt es ein paar einfache Regeln. „Für die Haltbarkeit von Fleisch ist bereits der Transport entscheidend“, sagt Dorothee Kleinermanns, Abfallberaterin beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen. Wichtig ist eine ununterbrochene Kühlkette. Frischfleisch sollte nach dem Einkauf in einer Kühltasche transportiert und zügig in den Kühlschrank gebracht werden. Im Kühlschrank angekommen, gehört es in das unterste Fach oberhalb der Gemüseschubladen. Dort ist es in der Regel am kühlsten.
Bei Hackfleisch, Fisch und Geflügel ist ein Verbrauchsdatum vorgeschrieben, da diese Lebensmittel anfälliger für mikrobiologische Verunreinigungen sind. Ist dieses Datum abgelaufen, dürfen die Lebensmittel nicht mehr verzehrt werden, da dies zu gefährlichen Erkrankungen führen kann. Andere Sorten von Fleisch und Wurst haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung. Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass das Lebensmittel ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verzehrt werden kann, häufig sind die Produkte noch einwandfrei. Der Hersteller übernimmt bis zu diesem Tag die Garantie, dass das Produkt den erwarteten Eigenschaften z.B. in Konsistenz und Aussehen entspricht.
Hingegen bedeutet ein „verbrauchen bis …“, dass der Hersteller nur bis zu diesem Tag die einwandfreie mikrobiologische Zusammensetzung des Lebensmittels garantiert. Beide Daten sind nur gültig, wenn der Kühlschrank die geforderte Kühltemperatur auch leistet. Die Temperatur steht - oft in kleiner Schrift - über dem Datum. Kann der heimische Kühlschrank die Temperatur, z. B. 2- 4°C, nicht bieten, muss das Fleisch wesentlich schneller verbraucht werden.
Bei der Zubereitung von Fleisch sollte die Hygiene im Auge behalten werden. Fleischsaft von rohem Fleisch darf beispielsweise nicht mehr mit dem zubereiteten Fleisch oder mit Lebensmitteln, die nicht durchgegart gegessen werden, in Berührung kommen. Jedes Stück Fleisch sollte vor der Zubereitung mit einem frischen Stück Küchenrolle trockengetupft werden.
Am Geruch ist zu erkennen, ob Fleisch möglicherweise schon verdorben ist. „Rinder- oder Schweinefleisch am Stück ohne abweichenden Geruch kann ohne Bedenken verzehrt werden, wenn es vollständig durchgegart wird“, sagt Dr. Carina Driehsen, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Kreis Viersen. „Verdorbenes Fleisch riecht faulig und ranzig.“
Wurst sollte nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums gründlich geprüft werden. Ein typisches Kennzeichen für Verderb ist das „Fäden ziehen“, zum Beispiel, wenn eine Scheibe Wurst von der anderen gelöst wird oder ein süßlicher Geruch. Müssen verdorbenes Fleisch und überlagerte Wurst entsorgt werden, gehören sie in die Restmülltonne.
Doch bevor es so weit kommt: Kreative Kochideen können selbst kleine Mengen Fleisch vor der Mülltonne bewahren. Rezepte für kreative Verwertungsideen von Fleischresten findet man z. B. auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter:
www.zugutfuerdietonne.de/praktische-helfer/rezepte-fuer-reste/ unter „Rezepte finden“ und Eingabe der Zutat „Fleisch“. Dort können auch eigene Resterezepte zur Veröffentlichung eingestellt werden, um mit guten Ideen zur Abfallvermeidung beizutragen.
Ansprechpartnerin bei Fragen ist Dorothee Kleinermanns, Telefon 02162 39-1212.
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Steak
Damit gutes Fleisch so appetitlich bleibt, muss man es richtig lagern und rechtzeitig verarbeiten.
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