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Meldungsdatum: 04.12.2019

Aktionsplan Inklusion veröffentlicht

Gebärdenvideo erklärt Projekt – Bürger können Vorschläge einreichen

Mit einem "Aktionsplan Inklusion" möchten Verbände der Selbsthilfe, der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest, die Kreisverwaltung sowie alle Städte Gemeinden im Kreis und die kommunale Politik die Grundlagen schaffen für ein gemeinsames, selbstbestimmtes Leben von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen. Der Plan ist ab sofort auf www.kreis-soest.de/aktionsplan abrufbar.

Alle Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, sollen am öffentlichen Leben teilhaben und ihr privates Leben selbstgestaltet organisieren können. Niemand soll ausgeschlossen werden. Wie alle beteiligten Partner dieses Ziel erreichen möchten, erklärt auf der oben genannten Internetseite auch ein Avatar in einem Gebärdenvideo.

„Der Aktionsplan ist kein abgeschlossenes Werk und wird regelmäßig fortgeschrieben. Alle Bürgerinnen und Bürger können per Mail Vorschläge an die Adresse behindertenbeauftragter@kreis-soest.de schicken, wie Barrieren abgebaut werden können, und so an dem Plan mitarbeiten“, erklärt Dr. Wilhelm Günther, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter des Kreises Soest. „Ob bauliche Hindernisse wie Treppen oder Bürgersteige oder komplizierte Verwaltungs- oder Antragsverfahren - je konkreter die Barrieren benannt werden, umso besser“, so Günther weiter. 

Landrätin Eva Irrgang betont: „Es ist dabei wichtig, nicht nur die eine große und teure Aktion, die alles ändert, ins Auge zu fassen. Wir wollen vielmehr jeden dazu auffordern, mit kleinen umsetzbaren Prozessen einen Beitrag zu leisten, dass alle Menschen – egal ob mit oder ohne Behinderung – am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. In diesem Sinne soll unser Aktionsplan ein Mitdenken anregen und ein Umdenken bewirken.“ Der Aktionsplan  ermögliche es jedem Interessierten, sich innerhalb von wenigen Minuten einen Überblick über das komplexe Thema zu verschaffen. 

Seit 2009 gilt auch für Deutschland das völkerrechtliche Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen – UN-BRK). Sie erweitert die allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit Blick auf Menschen mit Behinderungen. Sie hat sich ihre „gleichberechtigte Teilhabe“ zum Ziel erklärt.

Diesem Text sind zwei Fotos zugeordnet!

Pressekontakt: Mathias Keller, Pressestelle Kreis Soest, Telefon 02921/30-2250


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Referat Inklusion

©Andrea Ebeling/Kreis Soest
Referat Inklusion

Am „Aktionsplan Inklusion“ haben die Mitglieder des „Referats Inklusion“ intensiv mitgewirkt (v. l.): Christian Hövermann, Vorsitzender der Behinderten-Initiative Lippstadt; Caterina David, Vorsitzende der Behinderten-Arbeitsgemeinschaft Kreis Soest; Dr. Wilhelm Günther, Behindertenbeauftragter des Kreises Soest; Filomena Muraca-Schwarzer, Vorsitzende des Referats und Bezirksgruppenvorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins Kreis Soest. Foto: Andrea Ebeling/Kreis Soest


Gebärdenvideo erklärt Inklusionsplan

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Gebärdenvideo erklärt Inklusionsplan

Was hinter dem Aktionsplan Inklusion steckt, erklärt auch ein Avatar in einem Gebärdenvideo auf der Internetseite www.kreis-soest.de/aktionsplan. Animation: signtime


 

Die Kreisverwaltung Soest im Überblick:

Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.200 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Sie ist mit dem Kreistag Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in den Bereichen Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Jugend, Schule und Soziales wahr. Sie betreibt den Rettungsdienst, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, einen Kindergarten, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag mit seinen 66 Mitgliedern gestaltet und kontrolliert die Aufgabenwahrnehmung.

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