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02. Dezember 2019
Gewinner des Braunschweiger Klimaschutzpreises 2019 ausgezeichnet

Braunschweig.

Die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Braunschweiger Klimaschutzpreises fand am Montagabend in der Dornse des Altstadtrathauses statt. In den drei Wettbewerbskategorien „Bauen und Sanieren“, „Kinder und Jugendliche“ sowie „Nachhaltiger Lebensstil“ wurden insgesamt 16 Preise vergeben. Bürgermeisterin Anke Kaphammel hat die Preisträgerinnen und Preisträger heute ausgezeichnet.

 

Der Braunschweiger Klimaschutzpreis wurde nach 2017 nun zum zweiten Mal vergeben und soll alle zwei Jahre verliehen werden. Über die Verteilung des Preisgeldes entschied eine sechsköpfige Jury, bestehend aus den Ratsmitgliedern Manfred Dobberphul, Claas Merfort und Dr. Rainer Mühlnickel, Dr. Silke Grefen-Peters von der Bürgerstiftung Braunschweig sowie von der Stadtverwaltung Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und dem Fachbereichsleiter Stadtplanung und Umweltschutz, Thorsten Warnecke. Die Jury übernahm auch die Rolle der Laudatoren.

Jury. Leuer.

 

„Der Braunschweiger Klimaschutzpreis stellt diese Projekte einer breiten Öffentlichkeit vor und regt damit zur Nachahmung an“, sagte Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. „Der Stadt Braunschweig ist es ein Anliegen, dieses Engagement zu würdigen. Ich bin begeistert über die Vielfältigkeit der Aktivitäten, die es in unserer Stadt für den Klimaschutz gibt. Sie ergänzen das Engagement der Stadt bei diesem Thema hervorragend.“

In der Kategorie „Bauen und Sanieren“ siegte das Mehrfamilienhaus des Ehepaars Chazal. Das Fachwerkhaus ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass sich der Wärmeschutz durch Dach- und Innendämmung gravierend verbessern lässt, ohne die Optik der schützenwerten Bausubstanz zu beeinträchtigen. Den zweiten Preis nahm Dominic Feldmann entgegen, der sein Einfamilienhaus aus den 80er Jahren durch den Einsatz Erneuerbarer Energien im Strom- und im Wärmebereich, durch einen Batteriespeicher und durch zusätzliche Dach- und Einblasdämmung zu einem in der Bilanz klimaneutralen Plus-Energiegebäude umrüstete.

 

In der Kategorie „Kinder und Jugendliche“ wurde nach Altersgruppen unterschieden. Bei den Jugendlichen bis 21 Jahre erhielt die Mehrwerk gGmbH, eine Tochter der Ev. Stiftung Neuerkerode einen Preis. Jugendliche mit Handicap sind dort an der Entwicklung und Herstellung kreativer Upcycling-Produkte (wie beispielsweise von Etuis aus alten Fahrradschläuchen) beteiligt. Dies ist somit ein Projekt, das ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Achtklässlerin Elsa Blum für ihren Beitrag zur klimafreundlichen Ernährung mit einem theoretischen und einem praktischen Teil in Form eines Kochbuchs. Ein Sonderpreis wurde Fridays For Future verliehen, deren Verdienst es ist, dass Klimaschutz als zentrales gesellschaftliches Thema im öffentlichen Bewusstsein angekommen ist. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen führen mit beeindruckendem Engagement Aktionen und Workshops durch und setzen sich mit großer Sachkenntnis und Ernsthaftigkeit konstruktiv für Lösungen in Braunschweig ein, lobte die Jury.

 

Bei den Kindern wählte die Jury insgesamt fünf Projekte aus. In der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen wurde die Kinderkrippe Sonnenschein e.V.; in der Altersgruppe der 3- bis 6-Jährigen die Städtische Kita Kasernenstraße und die Ev. Kita St. Pauli-Matthäus ausgezeichnet. Die Einrichtungen engagieren sich in ihrer pädagogischen Arbeit und im Alltag u. a. für klimabewusste Verpflegung, verpackungsfreien Einkauf und Mülltrennung. Bei den 6- bis 12-Jährigen wurden das Ferienprogramm zum Thema Klima des Abenteuerspielplatzes Melverode sowie die Klasse 4c der Grundschule Volkmarode mit einem Preis bedacht. Letztere lobte die Jury ganz besonders für die Eigeninitiative der Kinder, die Plakate und Flyer zum Klimaschutz gestaltet und diese in ihrer Freizeit verteilt hatten.

 

Den ersten Preis in der Kategorie „Nachhaltiger Lebensstil“ erhielt Familie Hilmer. Die fünfköpfige Familie punktet in allen Bereichen: ob Mobilität, Ernährung, Genügsamkeit bei Konsum oder klimafreundlichen Urlaubsreisen. Mit großem, bei den Eltern auch beruflich bedingtem Know-how lebt die Familie Klimaschutz weit über den eigenen Familienalltag hinaus. Beide Generationen engagieren sich ehrenamtlich, vor allem in der Regionalen Energie- und Klimaschutzagentur (reka) e.V., die untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist. Die Jury vergab in dieser Kategorie drei zweite Preise: Greenpeace wurde für die interaktive Karte „Der grüne Kompass“ ausgezeichnet, die zeigt, was Braunschweig und Umgebung an umweltfreundlichen Einrichtungen, Geschäften und Initiativen zu bieten hat. Der Verein Transition Town Braunschweig erhielt eine Ehrung für die „Tauschbar“. Die Tauschbar ist ein ehrenamtlich betriebener Laden am Frankfurter Platz, der einen suffizienten Lebensstil durch Austausch von Informationen, aber auch von Konsumgütern ermöglicht, die kostenlos abgegeben und mitgenommen werden können. Für ihr Angebot kostenloser Reparatur und Neuanfertigung von Kleidung in textilen Gebrauchsgegenständen erhielt die Nähwerkstatt „Flickwerk“ e. V. ebenfalls einen zweiten Preis, die integrativ unterschiedliche Altersstufen und Kulturen einbezieht.

 

Zusätzlich vergab die Jury zwei nicht dotierte Auszeichnungen für besondere Kreativität. Susanne Rosier bewarb sich mit der Konzeption einer App für die konsumintensive Zielgruppe der 9. bis 11. Klassen. Der „Catalog of Unnecessary Things“, kurz „CUT & go“ dient als Diskussionsgrundlage darüber, wie notwendig bestimmte Konsumgüter, beispielsweise Aluminium-Kaffeekapseln, sind, bietet Informationen in Quiz-Sequenzen und zusätzliche Aufgaben (Challenges), wie z. B. den Selbstversuch eine bestimmte Zeit plastikfrei zu leben. Die SE|BS erhielt die Auszeichnung für das Angebot kostenloser umweltpädagogischer Workshops für Kindertagesstätten und Grundschulen. Durch die besondere Herangehensweise der durchführenden Umweltpädagogin Ina Patricia Rieger wird u. a. das Thema Energie und Klimaschutz unter direkter Einbeziehung der Kinder fesselnd, fröhlich und damit einprägsam vermittelt.

 

Im Anhang befindet sich eine Übersicht über die Preisträgerinnen und Preisträger des Braunschweiger Klimaschutzpreises.







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