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03. Dezember 2019
Persönlichkeitstafel für Franz Abt enthüllt

Braunschweig.

Am 22. Dezember jährt sich der Geburtstag des in Braunschweig über 30 Jahre als Hofkapellmeister, Komponist und Chordirigent wirkenden Musikers Franz Abt zum 200. Mal. Vor dem Hintergrund dieses Jahrestages wurde am heutigen Dienstag eine Persönlichkeitstafel am Haus Fallersleber-Tor-Wall 3 von der Stadt Braunschweig und der Bürgerstiftung Braunschweig e. V. enthüllt. In dem heute durch einen Neubau ersetzen Haus wohnte Franz Abt zwischen 1852 und 1882.

 

Abt, der bereits 19-jährig als ehemaliger Thomaner und Theologie- und Musikstudent mehrere Musikvereine in seiner Heimat Eilenburg bei Leipzig leitete, Klavierunterricht gab und auch erste Musikstücke komponierte, bekleidete schon in jungen Jahren verantwortungsvolle Positionen. Von 1858 bis 1882 dirigierte er den Braunschweiger Männergesangverein, mit dem er auch mehrere Konzertreisen unternahm.

 

Anlässlich des 200. Jahrestag von Abts Geburtstag gibt es eine Veranstaltungsreihe. So lädt der Braunschweiger Männergesangverein von 1846 e. V. am Sonntag, 15. Dezember, 16.30 Uhr, zum Adventskonzert mit Liedern von Franz Abt in die Kirche St. Magni ein. Am Sonntag, 22. Dezember, findet um 11 Uhr eine Zusammenkunft aus Anlass des Geburtstagsjubiläums an der Stele von Franz Abt am Staatstheater statt.

 

Begleitend stellt das Städtische Museum im Hause Steintorwall 14 in einer Sondervitrine Exponate zu Franz Abt aus. Weitere Exponate sind im Hause Altstadtmarkt 7 zu sehen.

 

Ausgestellt ist beispielsweise eine Fotoglasplatte, die ein Bronze-Denkmal zu Franz Abt zeigt. Es wurde am 13. Juli 1891 zur Ehrung Abts mit Hilfe von Spenden mehrerer Gesangvereine errichtet. Der Entwurf stammt von Karl Echtermeier (1845-1910), die Ausführung von Hermann Heinrich Howaldt. Das Denkmal war am Südrand des Theaterparks, gegenüber dem Staatstheater, aufgestellt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es eingeschmolzen.

 

Zudem ist ein Silberpokal zu sehen, der vom Franz Abt Club New York in Auftrag gegeben wurde und dem 1867 gefeierten "Schwalbenjubiläum" gewidmet ist – dem 25. Jahrestag von Abts bekannter Komposition "Wenn die Schwalben heimwärts zieh’n". Eine Sparbüchse mit der Aufschrift „Euterpe" (für "Männerchor Euterpe", Braunschweig) zeugt von Abts Verbindung zum Chorwesen in Braunschweig.

 

Aus dem Nachlass von Franz Abt können die Besucher einen silberneren Lorbeer-Eichenkranz sowie einen Taktstock bewundern.

 

Leben und Werk

Abt wurde als Sohn eines Predigers in Eilenburg bei Leipzig geboren. Sein Vater unterrichtete ihn schon früh im Klavierspiel. Nach dem Abitur an der Thomasschule studierte er Theologie und Musik in Leipzig. Um nach dem Tod seines Vaters 1838 zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen, leitete er mehrere Musikvereine, gab Klavierunterricht und komponierte auch erste Musikstücke.

 

1841 nahm Abt eine Stelle als Kapellmeister am Hoftheater in Bernburg (Saale) an, noch im selben Jahr wechselte er als Musikdirektor an das Aktientheater in Zürich. Bereits 1844 gab er jedoch die Stellung am Theater auf und übernahm die Leitung mehrerer Chöre. Aufgrund seiner Verdienste für das Männerchorwesen verlieh ihm die Braunschweiger Liedertafel 1850 die Ehrenmitgliedschaft. Abt bedankte sich dafür mit der Komposition des Liederzyklus „Ein Sängertag“, dessen Uraufführung er 1852 selbst in Braunschweig dirigierte. Kurz darauf kündigte er in Zürich und nahm die Stelle des Kapellmeisters des Braunschweiger Hoftheaters an. Dort wirkte er bis zu seiner Pensionierung 1882.

 

Neben seiner Tätigkeit am Theater förderte Abt auch in Braunschweig weiterhin das Chorwesen. So gründete er eine „Singakademie“, die über 100 Sängerinnen und Sänger umfasste. Von 1858 bis 1882 leitete er den Braunschweiger Männergesangvereins, mit dem er auch mehrere Konzertreisen unternahm.

 

Nach seiner Pensionierung zog Abt nach Wiesbaden, wo er nach kurzer Krankheit 1885 starb. Heute erinnerte ein Denkmal im Theaterpark an den bekannten Kapellmeister und Komponisten.

 

Stichwort: Persönlichkeitstafeln

Im gesamten Stadtgebiet erinnern seit 2006 Persönlichkeitstafeln an bedeutende Persönlichkeiten. In der internationalen Kulturinformationsfarbe ‚braun’ signalisieren die Tafeln, dass es Wissenswertes zu Baudenkmalen und zu Persönlichkeiten zu entdecken gibt. Mit der Tafel für Franz Abt stellt die Stadt Braunschweig bereits die 55. Persönlichkeitstafel auf. Eine weitere Tafel wird noch in diesem Jahr im Rahmen des Projektes der Stadt und der Bürgerstiftung realisiert. Ab sofort werden die Texte der neuen Persönlichkeitstafeln auch in englischer Sprache im Internet zu finden sein.

 

Mehr Informationen unter http://www.braunschweig.de/blik.






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