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Hanau, 16. Dezember 2019
Investitionspaket für gute Bildung und Erziehung
- Auftrag zur Fortschreibung der Schülerprognose Grundschulen erteilt

„Hanau muss seine Anstrengungen beim Ausbau der Sozial- und Bildungsinfrastruktur weiter verstärken“, diese Auffassung des GEW-Kreisvorstandes teilt auch Bürgermeister Axel Weiss-Thiel. Bereits bei der Einbringung des Schulentwicklungsplanes für die Grundschulen im Herbst 2018, hatte der Schuldezernent vorgeschlagen, die Schülerprognosen angesichts des dynamischen Wachstums der Stadt künftig jährlich, statt - wie gesetzlich vorgeschrieben - alle fünf Jahre - zu überprüfen. Der erste Auftrag zur Fortschreibung der Schülerprognose im Grundschulbereich wurde Anfang Dezember erteilt.

„Unsere Kitas und Schulen in Hanau sind auf eine jahrzehntelang stabile Jahrgangsbreite von cirka 900 Kindern ausgerichtet. Wenn die großen Bauprojekte quer durch die Stadt mit bis zu 4.000 neuen Wohnungen in den nächsten Jahren schrittweise bezugsfertig werden und angesichts der gestiegenen Geburtenrate, müssen wir Jahrgangsbreiten bis zu 1.200 Kindern bedienen können,“ mahnt der Bürgermeister auf Grundlage der seit 2018 aktualisierten Bevölkerungsprognosen.

Die Entwicklung werde allerdings - je nach Bautätigkeit und Altersstruktur der ansässigen Bevölkerung - sehr unterschiedlich sein. Besondere Herausforderungen seien heute schon in Großauheim-Wolfgang und den Bereichen Innenstadt/Südost sowie Lamboy-Tümpelgarten absehbar. Steinheim und Mittelbuchen zeichneten sich wiederum dadurch aus, dass sich überdurchschnittlich viele EinwohnerInnen im fortgeschrittenen Alter gefänden und hier weniger Nachwuchs zu erwarten sei, so der Bürgermeister.

Dezernent und Magistrat haben aber mit dem vorliegenden Haushaltsentwurf bereits die Weichen für die Weiterentwicklung der Bildungsstadt Hanau gestellt: Neun neue Kitas oder Kita-Projekte und ebenfalls neun Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen im Grundschulbereich sind im Haushalt 20/21sowie in der Investitions- und Finanzplanung bis 2024 verankert. Dazu kommen die bereits beschlossenen Maßnahmen im Bereich der weiterführenden allgemeinbildenden und beruflichen Schulen der Stadt Hanau und des Zweckverbandes berufsbildender Schulen Hanau/Main-Kinzig (z.B. Lindenauschule, Otto-Hahn-Schule, Kaufmännische Schulen und Ludwig-Geissler-Schule).

Allein dieses Paket umfasst nach derzeitigem Stand reine Bau-Investitionen von über 110 Millionen Euro, davon schon 27,8 Millionen Euro in den Haushaltsjahren 2020/21 zuzüglich noch nicht verausgabter Mittel aus den Vorjahren. Dazu kämen noch die notwendigen Ausstattungsinvestitionen und die reinen Instandhaltungsprojekte (z.B. für die HoLa und mehrere Grundschulen).

Daneben mutet die Mammutaufgabe der Digitalisierung der städtischen Schulen mit bisher geschätzten Erst-Investitionskosten von über 13 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur (davon knapp 10 Millionen refinanziert über den Digitalpakt Schule) fast schon klein an. Die Maßnahme-Planung, die aus der derzeit diskutierten Schulentwicklung für die weiterführenden Schulen folgt und zusätzliche Bedarfe, die sich aus der beauftragten Aktualisierung der Zahlen für die Grundschulen ergeben, werden dieses Investitionspaket für gute Erziehung und Bildung in Hanau weiter vergrößern, ist sich der Bürgermeister sicher.

„Die Herausforderung für die Hanauer Politik der Zukunft liegt darin, die richtige Balance zu finden, einerseits ausreichend Plätze zu schaffen und andererseits Steuergelder wirtschaftlich und zielgerichtet für gute Bildung und Erziehung einzusetzen“, so Weiss-Thiel. „Finanzielle Unterstützung dritter auch beispielsweise von der Wirtschaft zur ausbildungsnahen Digitalisierung der Berufsschulen und Oberstufen wird dabei gerne angenommen.“ Schließlich schaffe Hanau Wohnraum für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und deren Kinder seien die Fachkräfte von morgen.

Hanau gehr es dabei wie den anderen wachsenden Städten entlang der Verkehrsachsen im Ballungsraum von Darmstadt bis Gießen und von Wiesbaden bis Hanau. Es sei deshalb richtig, wenn die Verbandskammer des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, in der Bürgermeister Weiss-Thiel die Stadt Hanau vertritt, auf Initiative von CDU und SPD am letzten Mittwoch die Landesregierung auffordere, die Städte bei Investitionen und Folgekosten der notwendigerweise wachsenden sozialen Infrastruktur wie Kitas und Schulen stärker finanziell zu unterstützen.

„Wir steuern in Hanau und im Rhein-Main-Gebiet auf ein Rekordvolumen notwendiger Investitionen in Grundelemente öffentlicher Daseinsvorsorge wie Schulen und Kitas zu; dafür müssen wir auch entsprechend finanziell ausgestattet sein“, so Weiss-Thiel abschließend.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664

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