Von Lisa Eckhart bis Heinz Strunk: Erotik zwischen Obsession und Desaster ist das Thema beim Kasseler Komik-Kolloquium - Festival zur Literatur und Wissenschaft des Komischen
20. Dezember 2019.
Seit 20 Jahren veranstaltet die Stiftung Brückner-Kühner gemeinsam mit Partnern das Kasseler Komik-Kolloquium. Vom 29. Februar bis 7. März 2020 findet dieses einzigartige Festival zur Literatur und Wissenschaft des Komischen zum 9. Mal statt. Auf dem Programm stehen acht Tage lang Lesungen, Bühnenkunst, Ausstellung und Musik, die sich mit mit einer Fachtagung der interdisziplinären Humorforschung verbinden. Deren Motto „Nach dem Sex“ reicht in die künstlerischen Veranstaltungen hinein. Erwartet werden unter anderem Lisa Eckhart, Pit Knorr, Michael Lentz, Nora Gomringer, Stefanie Sargnagel und das Duo Pigor & Eichhorn. Teil des Programms ist auch die Verleihung des „Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor“ an Heinz Strunk sowie des „Förderpreises Komische Literatur“ an Chrizzi Heinen. Der Vorverkauf hat soeben begonnen.
Den Auftakt bildet die Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor an Heinz Strunk mit einer Laudatio des Regisseurs Lars Jessen und Musik von Joern and The Michaels am Samstag, 29. Februar, 17 Uhr, im Kasseler Rathaus, Obere Königsstraße 8, 34117 Kassel.
Zugleich wird der Förderpreis Komische Literatur an die Berliner Autorin Chrizzi Heinen vergeben, die aus Vorschlägen von 40 Verlagen ausgewählt wurde.
Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei.
Humorwissenschaftliche Fachtagung
Im Rahmen des Festivals behandelt die humorwissenschaftliche Fachtagung unter dem Motto „Nach dem Sex“ den Zusammenhang von Komik und Erotik: Eros beziehungsweise Sex stehen individuell und kulturell in der Medien- und Konsumgesellschaft so hoch im Kurs wie kaum etwas Anderes, sie sind auch ein heißes Eisen in aktuellen, oft tragikomischen Debatten um Sexismus, Missbrauch, Homophobien, Genderzumutungen – zeugen aber auch von Scheitern und großer Müdigkeit. Die existenzielle Bedeutung von Sex entsteht aus der Spannung zwischen Obsession und Tabu, Verführung und Verbot, zwischen Freiheit und Zwang, Macht und Unterdrückung, Wollen und Können. In diese Differenzen greift das Komische geradezu zwangsläufig hinein. Der tendenziöse Witz ist davon nur der populärste Ausdruck. Und wie (komisch) ist es, wenn man von Sex nichts wissen will – oder ihn hinter sich hat, wenn man (mit Foucault) „Nein zum König Sex“ sagt?
Programm
Detaillierte Informationen zu den Zeiten und Orten unter https://komik-kolloquium.de/
Veranstaltet wird das Kasseler Komik-Kolloquium - Festival zur Literatur und Wissenschaft des Komischen von der Stiftung Brückner-Kühner in Kooperation mit
Caricatura – Galerie für Komische Kunst, Freies Radio Kassel, Institut für Germanistik der Universität Gießen, Institut für Musik der Universität Kassel, Kunsttempel, Museum für Sepulkralkultur, Musikakademie der Stadt Kassel„Louis Spohr“, Stadtbibliothek Kassel.
Vorverkaufsstellen
Schülerinnen und Schüler, Studierende und Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen erhalten eine Ermäßigung.
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Petra Bohnenkamp
Stadt Kassel
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