03. Januar 2020.
Die Veranstaltungsreihe „Was wäre, wenn…? Beethoven + Kassel“ findet ihre Fortsetzung vom Mittwoch, 15. Januar, bis zum Freitag, 17. Januar. Veranstaltungspartner der Musikakademie ist dieses Mal das Spohr-Museum Kassel.
Am Mittwoch, 15. Januar, wird dessen Leiter, Dr. Karl Traugott Goldbach, um 19 Uhr im Veranstaltungsraum des Museums (Kulturbahnhof, Südflügel) einen Vortrag halten und dabei die Geschehnisse des Jahres 1808 aus musikwissenschaftlicher Sicht beleuchten. Hauptsächliche Inspirationsquelle der gesamten Reihe zum Beethovenjahr ist ein Zitat aus einem Brief des Komponisten an Graf Franz von Oppersdorff, datiert auf den 1. November 1808: „… auch bin ich als Kapellmeister zum König von Westphalen berufen.“ Es sind nur wenige Briefe Beethovens, aus denen hervorgeht, dass er im Winter 1808/09 eine Stelle in Kassel annahm. Bekanntermaßen sagte er (aus Kasseler Sicht leider) später wieder ab, nachdem er in Wien finanzielle Zusagen erhalten hatte.
Umso interessanter ist es für Dr. Goldbach wie für alle Musikinteressierten in Kassel aber, diesen Fragen nachzugehen: Aber weshalb fiel die Wahl auf Beethoven? Wer war an der Berufung beteiligt? Warum wissen wir so wenig? Und was wissen wir über diesen Vorgang überhaupt? Die Veranstaltung wird umrahmt, selbstverständlich mit Werken des Meisters, durch Studierende der Musikakademie. Sie spielen Werke, die Beethovens Schaffen bis zum Zeitpunkt der Bewerbung dokumentieren und so nachvollziehbar machen, warum Jérôme Bonaparte gerade Beethoven als Kapellmeister für sein neues Theater auf der damaligen Napoleonshöhe gewinnen wollte.
Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 8 Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu 6 Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, ALG-II-Empfängerinnen und -Empfänger oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr zahlen 4 Euro.
Am Donnerstag, 16. Januar, sind um 11 Uhr wieder Kinder im Grundschulalter, ihre Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Familienangehörige, herzlich eingeladen, um 11 Uhr unter dem Motto „Hört Beethoven?!“ gemeinsam mit den Studierenden der Elementaren Musikpädagogik und Beethovens Freunden Frau Sonne, Herrn Wind und Herrn Sturm des Komponisten Geburtstag zu feiern.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Ebenfalls am Donnerstag, 16. Januar, findet um 19 Uhr der erste Abend der eigenen Konzertreihe der Musikakademie „Klavier und…“ in deren Konzertsaal statt. Studierende der Musikakademie werden in zehn Veranstaltungen im Laufe des Jahres 2020 sämtliche Kompositionen des Meisters für Klavier und ein anderes Instrument (hauptsächlich Violine und Violoncello, aber auch Viola, Flöte oder Mandoline) einstudieren und aufführen.
„Eine der Gattungen der Musikgeschichte, die Beethoven zwar nicht erfand, jedoch zu einer unerreichten Meisterschaft führt, ist die Duosonate mit Klavier“, erläutert Akademiedirektor Dr. Peter Gries. „Für ein Haus mit nur 140 Studierenden ist ein Gesamtzyklus eine künstlerische wie organisatorische Herausforderung, der sich die Studierenden und Lehrenden an der Musikakademie aber mit großer Motivation und Tatkraft stellen.“
Den Abschluss der Veranstaltungen im Januar bildet ein Konzert unter dem Motto „Mal nicht nur Beethoven…“ am Freitag, 17. Januar, um 19 Uhr im Konzertsaal der Musikakademie. Ein Anliegen der Gesamtreihe zum Beethovenjahr in Kassel ist es, Beethovens Schaffen in einen zeithistorischen, aber auch gattungsgeschichtlichen Kontext einzubauen. So treffen an diesem Abend Kompositionen des Meisters auf dem Felde der Sonate und der Kammermusik auf Vorbilder (wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Joseph Haydn), auf Zeitgenossen (wie Franz Schubert) und auf Verehrer und Nachfolger (wie Johannes Brahms).
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561/787 4188 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.
(4394 Zeichen)
Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Claas Michaelis
Stadt Kassel
Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher:
Claas Michaelis
Petra Bohnenkamp
Michael Schwab
Kassel im Internet: www.kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.