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Magdeburg, 22. Januar 2020
Revitalisierung des Prester Sees beginnt im Februar
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für den Ersatzneubau Strombrückenzug

Der Prester See wird als naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme zum Großbauvorhaben „Ersatzneubau Strombrückenzug“ revitalisiert. Im Zuge der geplanten Brückenarbeiten kommt es zu Beeinträchtigungen der Umwelt, die unter anderem durch die Verbesserung der ökologischen Situation des Sees kompensiert werden sollen. Im Bereich der Flussgabelung von Stromelbe und Alter Elbe werden bis zum Herbst verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Die Arbeiten beginnen im Februar.

 

So wird, um den Durchfluss vom Prester See ab einem bestimmten Wasserstand wiederherzustellen, ein Verbindungsgraben zur Stromelbe geschaffen. Zudem werden zwischen den beiden Seeteilen und am Auslauf des Sees in die Alte Elbe zwei Durchlassbauwerke erneuert und der See entschlammt. Dadurch werden der Durchfluss und somit die Wasserqualität verbessert. Für die beiden Bauwerke müssen zunächst einige Bäume gefällt werden, um Baufreiheit zu schaffen. In der Summe wird die ökologische Verbesserung der Gesamtsituation des Sees die wenigen Eingriffe während der Bauphase aber bei Weitem überwiegen.

 

Während der Erneuerung der Durchlässe werden zeitweilig Sperrungen des Feld- und Wirtschaftsweges zwischen dem Kanuclub Falke und dem Deichübergang an der Kirche in Prester notwendig. So wird der Bereich direkt südlich des Kanuclubs in diesem Frühjahr für mehrere Wochen nicht passierbar sein. Eine Sperrung von beiden Seiten gleichzeitig wird es aber nicht geben, sodass die Elbniederung am Prester See für die landwirtschaftlichen Nutzer und Spaziergänger durchgängig entweder von der Kirche im Süden oder aus nördlicher Richtung zugänglich bleibt. Auch die Zuwegung bis zum Kanuclub ist während der gesamten Bauzeit möglich.

 

Hintergrund

Durch die Versiegelung von Flächen zum Ersatzneubau Strombrückenzug kommt es zum Verlust von belebten Böden und Naturlebensräumen. Die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden vorrangig im ostelbischen Stadtgebiet Magdeburgs vorgenommen. Diese Teilvorhaben sind bereits im Planfeststellungsverfahren in einer Öko-Bilanzierung erfasst und in Art und Umfang bestätigt worden.



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