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Hanau, 06. Februar 2020
Bessere Bedingungen für digitales Lernen!
- IT-Infrastruktur an Hanauer Schulen wird zukunftssicher

Die notwendigen Maßnahmen zur erfolgreichen Umsetzung des „DigitalPakts Schule“ in der Stadt Hanau werden umgesetzt und der vorliegende Medienentwicklungsplan genehmigt. Dessen technische Umsetzung wird die IT-Abteilung der Beteiligungsholding Hanau GmbH übernehmen, die für die städtische IT-Infrastruktur zuständig ist.

In seiner letzten Sitzung stimmte der Magistrat der Stadt Hanau einer entsprechenden Vorlage zu. Die Stadtverordneten werden in der Parlamentssitzung am 17. Februar final über die Vorlage aus dem städtischen Schulamt abstimmen.

 „Ziel des DigitalPakts Schule - in Hessen umgesetzt durch das Landesprogramms Digitale Schule Hessen - ist es, die IT-Infrastrukturen an Schulen auszubauen und so zu verbessen. Es sollen damit die notwendigen infrastrukturellen Bedingungen für das digitale Lernen erweitert werden“, erläuterte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, der als Bildungsdezernent für die Hanauer Schulen zuständig ist. Nach den Förderrichtlinien, die für Hessen seit Dezember 2019 vorliegen, könnten maximal 20 Prozent der bereitgestellten Fördermittel für digitale Endgeräte ausgegeben werden, ergänzte er. Es handele sich also vor allem um ein Programm für die digitale Netzwerkinfrastruktur und nicht zur flächendeckenden Einführung von Tablet-Klassen.

Für die Stadt Hanau heißt das konkret, dass sie Maßnahmen in drei Schritten ergreift: Im ersten Schritt wird an der Ertüchtigung beziehungsweise Anbindung an die zukunftssichere Glasfasertechnologie gearbeitet. Im zweiten Schritt folgt der schulinterne infrastrukturelle Ausbau (hauptsächlich Netzwerk und WLAN). Als dritter und letzter Schritt werden entsprechende Endgeräte angeschafft und Präsentationstechnik in den Klassenräumen installiert. „Mit dem Einsatz von Glasfaser bis zum Hausanschluss der Schulen und die hausinterne Netzwerktechnik sind wir dann für den Einsatz aller heute absehbaren Anforderungen gerüstet“, so der Schuldezernent.

Bereits im 4. Quartal 2019 wurde die ersten Aufträge für den Glasfaser-Anschluss von Schulzentrum Hessen Homburg, Brüder-Grimm-Schule, Karl-Rehbein-Schule, Elisabeth-Schmitz-Schule, Robinsonschule, Pestalozzischule und Ludwig-Geissler-Schule erteilt. Die weiteren Schulen werden in Paketen von jeweils drei bis sechs Schulen ausgestattet. Die hausinterne Vernetzung als zweiter Schritt erfolgt bei jeder Schule unmittelbar im Anschluss.

„Spätestens für den dritten Schritt, dem Endgeräteausbau, erwartet der Schulträger von den Schulen ein schlüssiges und mit dem Schulträger abgestimmtes Medienbildungskonzept zum digitalen Ausbau der einzelnen Schulen“, sagte Weiss-Thiel. Neben einer Bestandaufnahme der vorhandenen und benötigten Ausstattung verstehen die Förderrichtlinien hierunter insbesondere ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept sowie eine bedarfsgerechte Fortbildungsplanung. „Weder Pädagogik noch Lehrerfortbildung liegen im Einflussbereich des Schulträgers. Damit der DigitalPakt auch wirklich in den Klassenräumen bei den Schülerinnen und Schüler ankommt, sind wir deshalb auf eine enge Kooperation mit den Schulen und den Schulbehörden des Landes angewiesen“, so Bürgermeister Weiss-Thiel.

Der Medienentwicklungsplan lege bei den oben beschriebenen Prozessen den technischen Rahmen fest und stellt damit ein wichtiges Instrument des Schulträgers für die Steuerung schulischer IT-Prozesse dar. Die Standardisierung von Hard-und Software, eine damit einhergehenden homogenen IT-Ausstattung, sowie kurze Rüstzeiten und ein geregelter Support bildeten die grundlegenden Bestandteile des Medienentwicklungsplanes. Für den Netzwerksupport werde gerade bei der städtischen IT-Abteilung ein eigenes Schulteam kräftig aufgestockt.

„Mit der infrastrukturellen Ertüchtigung der Schulen in den nächsten Jahren und dem vorgelegten Medienentwicklungsplan ist eine gute Grundlage für die digitale Zukunft der Hanauer Schulen gelegt“, ist sich Bürgermeister Weiss-Thiel sicher.

 

Hintergrund:

Bundesweit werden für den Zeitraum 2019 bis 2024 im Rahmen des DigitalPakts Schule insgesamt fünf Milliarden Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur (vornehmlich Netzwerkinfrastruktur, WLAN und Anzeigegeräte) an Schulen bereitgestellt.

Nachdem sich Bund und Länder im Dezember 2018 auf den DigitalPakt Schule geeinigt hatten, ist mit dem Inkrafttreten des Hessischen DigitalPakt-Schule-Gesetz (HDigSchulG) am 8.Oktober 2019 und der Veröffentlichung der dazugehörigen Förderrichtlinien vom 2. Dezember 2019 dessen Umsetzung als Landesprogramm Digitale Schule Hessen nun offiziell gestartet.

Für das Land Hessen stehen insgesamt 372 Millionen Euro für den oben genannten Förderzeitraum bereit.

Der Schulträger Stadt Hanau erhält davon für seine 25 Schulen und die beiden Schulen des Schulzweckverbands insgesamt 9.673.225  Euro. Diese teilen sich in 7.446.960 Euro Schulen in Trägerschaft der Stadt Hanau und 2.226.265 Euro für den Schulzweckverband Hanau und Main-Kinzig-Kreis auf.

Der Gesamtbetrag setzt sich zusammen aus dem Bundeszuschuss aus dem Sondervermögen „Digitale Infrastruktur in Höhe von 7.254.225 EUro (entspricht 75 % des Gesamtbetrags) und der Komplementärfinanzierung durch ein von der Stadt Hanau bei der WIBank aufzunehmendes Darlehen in Höhe von 2.419.000 Euro (entspricht 25 % des Gesamtbetrags). Die Tilgung des Darlehens erfolgt zu gleichen Teilen durch die Stadt und das Land Hessen.

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664

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