06. März 2020.
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fordert Frauendezernentin Ulrike Gote, weiter aktiv am Abbau von Ungerechtigkeit im Geschlechterverhältnis zu arbeiten. „Von einer echten Gleichberechtigung sind wir leider noch in vielen Bereichen weit entfernt. Der Internationale Frauentag ist ein wichtiger Anlass, sich das klarzumachen und weiter dafür zu kämpfen!“
Frauen sind beispielsweise nach wie vor deutlich schlechter gestellt als Männer, was den Verdienst und damit die Möglichkeit zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit angeht. Sie übernehmen viel häufiger Sorgeverantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige und arbeiten dann statt gegen Einkommen unentgeltlich in den Familien. Besonders spitzt sich die Situation zu, wenn sich Familien trennen. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen und das Armutsrisiko für Ein-Eltern-Familien ist nach wie vor enorm hoch: Etwa 40 Prozent sind auf Unterstützung durch das Jobcenter angewiesen.
„Der internationale Frauentag mahnt ebenfalls dazu an, bei dem Thema Gewalt gegen Frauen nicht die Augen zu verschließen“, so Gote weiter. Hier ist der Staat durch die Istanbul-Konvention, einen völkerrechtlich bindenden Vertrag zu Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt, noch deutlicher als früher verpflichtet, diesen tagtäglich bei uns stattfindenden Menschrechtsverletzungen auf allen Ebenen entgegenzuwirken.
„Gemeinsam mit der Frauenbeauftragten Dr. Ute Giebhardt, dem Frauenbüro der Stadt Kassel, aber natürlich auch dezernatsübergreifend werden wir alles daransetzen, die Situation für die Frauen in Kassel zu verbessern. Dabei setzen wir auch auf die Kooperation und Vernetzung mit den Frauenprojekten und Initiativen in der Stadt,“ so Gote. Hier ist die Neu-Kasselerin ganz beeindruckt von der Vielfalt, wie sie sich in der Veranstaltungsreihe des Kasseler Frauenbündnisses zeigt: „Es ist wunderbar, dass es in Kassel so viele Möglichkeiten gibt, sich zu wichtigen Themen zu informieren, Kultur zu genießen und gemeinsam solidarisch aktiv zu werden!“
Auch rund um den Internationalen Frauentag zeigt sich die Vielfalt: Am 7. März lädt der Frauen und Queers Streik Kassel ab 12 Uhr zu Feministischem Streiken mit Vorträgen, Workshops, Musik und kreativen Angeboten vor das Rathaus ein. Am 8. März ruft ebenfalls Frauen und Queers Streik Kassel zu einer Feministischen Demo auf, die ab 14 Uhr vor dem Hauptbahnhof startet. Und am 9. März von 14 bis 16 Uhr informiert das Kasseler Frauenbündnis mit Ständen und Redebeiträgen auf dem Opernplatz zu aktuellen frauenpolitischen Themen und will dazu gern mit allen Interessierten ins Gespräch kommen.
Das gesamte Programm der Veranstaltungsreihe findet sich unter
https://www.kassel.de/buerger/sport_und_freizeit/wiederkehrende-veranstaltungen/internationaler-frauentag.php
Das Kasseler Frauenbündnis ist ein Zusammenschluss verschiedener frauenpolitischer Initiativen, Projekte und Institutionen, an dem sich auch das Frauenbüro der Stadt Kassel beteiligt.
Der Internationale Frauentag entstand aus einer Initiative sozialistischer Frauen. Erstmals in 1911 ausgerufen wird er inzwischen weltweit begangen, in den letzten Jahren häufig auch als Frauen-Streik-Tag.
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