Pressedienst des Kreises Borken vom 09. 03. 2020

Krisenstab des Kreises Borken ordnet Vorsorgemaßnahmen für die Schülergruppen an, die aus Südtirol zurückgekehrt sind
Betroffen davon sind die Schüler-Skifreizeiten des Berufskollegs für Technik und des Gymnasiums Arnoldinum Steinfurt (hier für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schöppingen)





[Suche]
[Alle Meldungen]
Druckansicht

Kreis Borken/Ahaus/Schöppingen.

Der Krisenstab des Kreises Borken hat heute (09.03.2020) Vormittag unter Beteiligung von Vertretern der Stadt Ahaus und der Gemeinde Schöppingen folgende Entscheidungen für die Rückkehrergruppen aus dem Risikogebiet Südtirol getroffen:
1. Die Teilnehmer/innen der Schüler-Skifreizeit des Berufskollegs für Technik Ahaus werden zu „achtsamem Verhalten“ aufgefordert. Das bedeutet, dass sie in den 14 Tagen seit ihrer Rückkehr u. a. ihre üblichen sozialen Kontakte einschränken müssen und die Schule nicht besuchen dürfen. Obwohl die sofortige Testung der Gruppe auf das Coronavirus für alle 68 Teilnehmer/innen negativ war, erfolgt diese Maßnahme vorsorglich.
2. Die 18 Schöppinger Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schüler-Skifreizeit des Gymnasiums Arnoldinums Steinfurt werden – soweit noch nicht geschehen – morgen (10.03.2020) ab 9 Uhr getestet und bleiben insgesamt 14 Tage in „häuslicher Quarantäne“, da ein unmittelbarer Kontakt zu einem der positiv getesteten Teilnehmer der Gruppe nicht ausgeschlossen werden kann.

Für die Personen, die mit diesen Schülerinnen und Schüler in einem Haushalt zusammenleben (Eltern, Geschwister u. a.), gelten keine besonderen Schutzmaßnahmen. Es gelten hier die allgemeinen Hygieneregeln. Weitergehende Infos des Kreises Borken zum Thema gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/coronavirus.

Coronavirus: Das müssen Betroffene wissen:

Jede behördliche Maßnahme wird immer anhand der konkreten Risikobewertung im Einzelfall vorgenommen.

1. Häusliche Quarantäne:
Behördlich angeordnete Maßnahme für nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen und für diejenigen, die einen engen, unmittelbaren (meist körperlichen) Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person hatten (= Kontaktperson)
Folgen vor allem:

  • Verbleiben im eigenen Haushalt
  • Regelmäßiger Kontakt mit dem Kreisgesundheitsamt
  • Den weiteren Anweisungen des Kreisgesundheitsamtes folgen

2. Achtsames Verhalten
Eindringliche behördliche Empfehlung dann, wenn eine Infektion mit dem Coronavirus anhand konkreter Umstände nicht sicher ausgeschlossen werden kann, z. B. für Rückkehrer aus Risikogebieten (wie Südtirol) ohne Krankheitssymptome oder ohne engen Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person
Folgen:

  • 14-tägige Einschränkung der Sozialkontakte (d. h. kein Besuch von Veranstaltungen u. ä.)
  • Kein Schulbesuch sowohl für Schüler/innen als auch für Lehrkräfte
  • Kein Kita-Besuch
  • Kein Schwimmbadbesuch, Kino, Fitnesscenter u. ä. – alleiniges Joggen oder Spaziergänge sind aber möglich
  • Berufsausübung in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt und Arbeitgeber klären

Achtsames Verhalten ist auch dann erforderlich, wenn ein behördlich angeordneter Coronavirus-Test negativ ist.

3. Kontakt mit Kontaktpersonen
Für Personen, die lediglich Kontakt mit Kontaktpersonen hatten, gelten keine besonderen Schutzmaßnahmen. Beispiel: Familienmitglieder eines Schulkindes, das als enger Kontakt zu einer infizierten Person (= Kontaktperson) eingestuft wurde.

Immer gilt:

  • Bei Krankheitssymptomen bitte telefonisch den Hausarzt kontaktieren oder außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung – Telefonnummer: 116117
  • Immer die Hygienehinweise beachten



Pressekontakt: Kreis Borken, Karlheinz Gördes, Tel.: 0 28 61 / 82 - 21 13

Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Das Schaubild beantwortet die Frage: "Wer ist Kontaktperson?"



     

Herausgeber:
Kreis Borken
Pressestelle
Burloer Straße 93
46325 Borken
Telefon: (0 28 61) 82 21 - 11 / 13
E-Mail: pressestelle@kreis-borken.de

 
Die Pressestelle "Kreis Borken" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.